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Das C/O Berlin wartet ja eigentlich ständig mit aufsehenerregenden Fotoausstellungen und großen Namen auf. Und auch das, was derzeit läuft, ...

(Foto: www.imago-images.de)

... hat durchaus das Prädikat "aufsehenerregend" verdient. Die Doppelausstellung zeigt ...

(Foto: Andrea Beu)

... in der oberen Etage "Robert Frank - Unseen": Aufnahmen des legendären Fotografen und Filmregisseurs Robert Frank, der nur wenige Tage vor Ausstellungsbeginn gestorben war. In den ...

(Foto: imago/ZUMA Press)

... unteren Räumen läuft zeitgleich "No Photos on the Dance Floor!": Fotos und Videos zur Clubkultur Berlins nach 1989. Passend zum 30-jährigen Mauerfall-Jubiläum. Bilder aus der verbotenen Zone sozusagen, denn ... (Untitled, 2012, Wolfgang Tillmans, C/O Berlin)

(Foto: © Wolfgang Tillmans)

... der Titel bezieht sich auf die Berliner Besonderheit, dass in vielen Clubs nicht fotografiert werden darf. Oder nur, wenn gerade niemand feiert. (Stadtbad Wedding, 2014, Giovanna Silva, C/O Berlin)

(Foto: © Giovanna Silva)

Das Foto-Verbot wird aber unterschiedlich streng durchgesetzt, ... (Carolin Saage, Bar 25, C/O Berlin)

(Foto: Andrea Beu/Carolin Saage)

... im weltbekannten Berghain etwa wird die Kameralinse mit einem Sticker abgeklebt. Wer dennoch beim Fotografieren erwischt wird, fliegt raus und bekommt Hausverbot.

(Foto: imago stock&people)

Denn was drinnen stattfindet, soll auch drinnen bleiben - im Club soll man ... (Wolfgang Tillmans, C/O Berlin)

(Foto: Andrea Beu/Wolfgang Tillmans)

... ungestört feiern können, ohne Gefahr zu laufen, dabei abgelichtet ... (Wolfgang Tillmans, C/O Berlin)

(Foto: Andrea Beu/Wolfgang Tillmans)

... und dann irgendwo veröffentlicht zu werden. Dabei geht es schließlich auch um Sex (ob in Darkrooms oder anderswo), Rollenspiele, Selbstdarstellung, ... (Camille Blake, C/O Berlin)

(Foto: Andrea Beu/Camille Blake)

... Drogen, hemmungslosen Rausch, ... ( Speed Mirror, 2018, George Nebieridze, C/O Berlin)

(Foto: © George Nebieridze)

... sich verlieren können in der Musik, frei und in der Gemeinschaft der Feiernden aufgehoben, ... (Camille Blake, C/O Berlin)

(Foto: Andrea Beu/Camille Blake)

... ohne Konsequenzen fürchten zu müssen - außer denen des Katers danach. (o.T. a.d.S. FUNPARK, Berlin 2006-2017, Lisa Wassmann, C/O Berlin)

(Foto: © Lisa Wassmann)

Martin Eberle hat Clubs fotografiert, die es alle nicht mehr gibt oder nicht mehr an diesem Ort. Wie er bei der Ausstellungseröffnung sagte, hat er die Fotos so angelegt, dass der Ort als Architektur zu sehen ist und die Eingangssituation so, wie wenn man als Gast reinkommt. (Tresor außen, a.d.S. Temporary Spaces, 1996, Martin Eberle, C/O Berlin)

(Foto: © Martin Eberle)

Zudem zeigt C/O einige seiner Porträts von Musikern und DJs. (Peaches, Maria, a.d.S. After Show, 2004, Martin Eberle, C/O Berlin)

(Foto: © Martin Eberle)

Bis auf wenige Ausnahmen wie etwa dem Tresor waren und sind die Clubs, ...

(Foto: imago/Christian Ditsch)

... um die es in der Ausstellung geht, tagsüber kaum als solche zu erkennen. Kein Name überm Eingang; man muss schon wissen, ... (Giovanna Silva, C/O Berlin)

(Foto: Andrea Beu/Giovanna Silva)

... wo der Club ist und wo es reingeht. Weiß man aber, wenn man Insider ist, zur Szene gehört oder jemanden kennt, der einen mitnimmt. (Outside Snax Club, 2001, Wolfgang Tillmans, C/O Berlin)

(Foto: © Wolfgang Tillmans, Courtesy Galerie Buchholz Berlin/Köln)

Viele der Fotografinnen und Fotografen in der Ausstellung sind genau das: Insider und Teil der Szene - sie haben entweder in einem Club gearbeitet oder selbst einen betrieben. (Nina Kraviz, 28.3.2013, Electric, Brixton, Salvatore Di Gregorio, C/O Berlin)

(Foto: © Salvatore Di Gregorio)

Oder sie waren selbst Clubgänger, haben gefeiert, fotografiert, danach weitergefeiert ... Ihr Blick kommt von innen, nicht von außen. (Friends outside Planet, 1992, Wolfgang Tillmans, C/O Berlin)

(Foto: © Wolfgang Tillmans . Courtesy Galerie Buchholz Berlin/Köln)

Fotograf Wolfgang Tillmans sagt dazu in der Zeitschrift "Monopol": Das hat meine Bilder aus dem Nachtleben immer ausgemacht, dass sie von der Teilnehmerperspektive kommen. Man wechselt dann mal für einen Moment die Perspektive und denkt: Das möchte ich jetzt in ein Bild umsetzen."

(Foto: imago/APress)

Sven Marquardt, mittlerweile legendärer Türsteher des ebenso legendären Clubs Berghain, hat viele seiner Tür-Kollegen und DJs porträtiert, so wie hier Berghain-DJ Marcel Dettmann. (o.T., 2015, Sven Marquardt, C/O Berlin)

(Foto: © Sven Marquardt)

Fotograf Ben de Biel war Clubbetreiber (Maria am Ostbahnhof). Seine analogen Fotos werden im C/O Berlin als Dias gezeigt, da es so viele sind; sie könnten sonst mehrere Wände füllen. Sie stammen ... (Berlin Mitte, 1990, Ben de Biel, C/O Berlin)

(Foto: © Ben de Biel)

... aus der legendären, rauschhaften Zeit Anfang der Neunziger, als so viel Neues ... (Loveparade Kurfürstendamm, 1992, Ben de Biel, C/O Berlin)

(Foto: © Ben de Biel)

... im Alten entstand, so viel möglich war. Auf vielen seiner Bilder macht Berlin den Eindruck einer Stadt kurz nach dem Krieg. (Rosenthaler Straße, IM Eimer, 1993, Ben de Biel, C/O Berlin)

(Foto: © Ben de Biel)

Der Fotograf Tilmann Künzel hat im Tresor gearbeitet, Tilman Brembs für das Techno-Magazin "Frontpage". (DJ Keokie, Tresor 1991, Tilman Brembs, C/O Berlin)

(Foto: © Tilman Brembs)

Die Fotografin Carolin Saage hat bei der Bar 25 an der Tür gearbeitet; sieben Jahre lang hat sie diesen besonderen Ort begleitet ... (Carolin Saage, C/O Berlin)

(Foto: Andrea Beu/Carolin Saage)

... und den "großen Spielplatz dort", wie sie selbst bei der Eröffnung sagte, dokumentiert. Die Schaumpartys, die Tonne Konfetti, ... (o.T. a.d.S. Konfettinacht, 2007, Carolin Saage, C/O Berlin)

(Foto: © Carolin Saage)

... die dort ausgekippt wurde und in der die Gäste badeten, schliefen, die bunten Papierschnipsel als Körperschmuck benutzten. (o.T., a.d.S. 25/7, 2007, Carolin Saage, C/O Berlin - Cover des Bildbands "25/7", der 2013 erschien)

(Foto: © Carolin Saage)

Anders als in anderen Clubs hätten die Gäste der Bar 25 sich nicht versteckt, sondern eher den auf der Spree vorbeifahrenden Ausflugsbooten mit Touristen zugewinkt.

(Foto: imago stock&people)

In einem früheren Interview erzählte Saage (r., neben Kurator Felix Hoffmann), dass die Menschen, die sie dort fotografierte, sich nicht davon gestört fühlten, sie hätten eher "zu stark gepost".

(Foto: imago images / snapshot)

Neben den Fotos aus der Bar 25 läuft ein Video mit Kitkat-Chefin Kirsten Krüger - sie sitzt auf einem Sofa, raucht und erzählt von den Gästen, der Idee hinter dem Club und der gesamten Szene.

(Foto: imago/imagebroker)

Wenn man in den Clubs selber keine (Erinnerungs-)Fotos machen kann, ... (Ohm Trade, 2016, Camille Blake, C/O Berlin)

(Foto: © Camille Blake)

... sind die Stempel, die man am Einlass auf den Arm bekommt, fast das Einzige, was man von dort mitnehmen kann. Sie sind der Beweis, dass man da war, dabei war, dass man Teil der Comunity ist. Aber sie verblassen und verschwinden nach einer Weile - eigentlich. (Stempelwald, 2015, Erez Israeli, C/O Berlin)

(Foto: © Erez Israeli . Courtesy Crone Berlin/Wien)

Denn der israelische Künstler Erez Israeli (im Bild) sammelte erst die Stempel ein und ließ sie sich dann tätowieren. Den Vorgang des Stechens zeigt ein Video im C/O Berlin; das Ergebnis ist auf Fotos festgehalten.

(Foto: imago images / snapshot)

Was kann man aus dem Club noch mitnehmen als Erinnerung: Flyer! Sie gibt es in einer unglaublichen Vielfalt, Form und Größe; manche sind wahre kleine Kunstwerke. Mike Riemel hat in den letzten Jahren Hunderttausende (!) davon gesammelt.

(Foto: Andrea Beu)

Mittlerweile habe er um die 800.000 Flyer, erzählte Riemel bei der Eröffnung. Ein kleiner Teil davon wird im C/O Berlin ausgestellt, ...

(Foto: Andrea Beu)

... in dem Raum, der während der Ausstellung auch Club ist: mit Videos und laut wummernder (elektronischer) Musik. Nachts gibt es Partys mit "bekannten DJs, Sound- und Visualkünstler*innen der damaligen und aktuellen Clubszene".

(Foto: Andrea Beu)

Denn die Ausstellung im C/O Berlin soll kein reiner Blick zurück sein - die Clubszene Berlins … (Marco, Insel der Jugend, 1991, Tilman Brembs, C/O Berlin)

(Foto: © Tilman Brembs)

... ist immer noch groß und bunt. Aber sie ist stark bedroht - viele Brachen sind bebaut, die Zwischennutzung leerstehender Gebäude nicht mehr möglich; viele Clubs sind geschlossen oder die Orte werden nur noch als "Event Location" vermietet. Wie etwa das Cafe Moskau oder das E-Werk. (Goldie, WMF, 1997, Tilman Brembs, C/O Berlin)

(Foto: © Tilman Brembs)

C/O-Berlin-Chef Stephan Erfurt (im Bild) sagte dazu bei der Eröffnung: "Wir verlieren Räume, Wohnungen, Orte" - so wie ...

(Foto: imago images / snapshot)

... das C/O Berlin einst das Postfuhramt in der Oranienburger Straße als Standort verloren habe. Das Ausstellungshaus musste mehrmals umziehen und hat seit Oktober 2014 seine Heimat ...

(Foto: imago stock&people)

... im Amerika-Haus direkt am Bahnhof Zoologischer Garten. Bereits 1985 waren ...

(Foto: www.imago-images.de)

... Fotografien von Robert Frank dort, im Amerika-Haus, zu sehen - seine erste Ausstellung in Deutschland.

(Foto: Andrea Beu)

Robert Frank, 1924 in Zürich geboren und am 9. September 2019, also kurz vor Beginn der Ausstellung, in Kanada gestorben, war einer der wichtigsten Foto- und Filmkünstler unserer Zeit. Vor allem ...

(Foto: picture alliance / dpa)

... sein Fotobuch "The Americans" von 1958 galt als revolutionär. (Trolley, New Orleans, 1956, a.d.S. The Americans, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank . Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur und Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Bern)

Die Ausstellung "Robert Frank - Unseen" besteht aus drei Teilen; sie zeigt im ersten Abschnitt frühe Arbeiten, Fotos aus der Schweiz und von seinen Reisen durch Europa und Südamerika. (Rudolf Lehni, Paris 1946, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank. Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

Im Frühjahr 1947 war der junge Fotograf per Schiff nach New York gefahren; dort fand er gleich Anstellung als Assistenzfotograf bei der Zeitschrift "Harper's Bazaar". Frank merkte jedoch schnell, dass die Modebranche nichts für ihn war, gab die Stelle nach ein paar Monaten wieder auf ... (New York, 1948, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank. Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

... und reiste nach Südamerika, bevor er 1949 wieder nach Europa zurückkehrte. (Paris, Porte de Clignancourt, 1952, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank . Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

Der zweite Teil der Ausstellung namens "Black White and Things" zeigt Arbeiten von Robert Frank aus den Jahren 1949 bis 1953. (Parade, Valencia, 1952, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank. Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur und Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Bern)

In der Zeit pendelte er zwischen Europa und den USA hin und her und fotografierte vor allem in Spanien, London und Paris. "Black White and Things" war ein von Robert Frank 1952 konzipiertes Fotobuch ganz ohne Text; es war aufgebaut ... (Paris, 1952, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank. Courtesy Sammlung der Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

... wie ein dreiteiliges Bilder-Gedicht: "Black" steht für Tod, Materialismus, Einsamkeit und Anonymität; "White" für Zuhause, Liebe, Religion und Kameradschaft und "Things" für die Gegensätze von Freundlichkeit und Grausamkeit, Zuneigung und Einsamkeit, heißt es in der Ausstellung.

(Foto: imago images / snapshot)

Der Betrachter soll seine eigenen Assoziationen, Gedanken und Gefühle dazu entwickeln: "Etwas muss für den Betrachter übrig bleiben; er muss etwas zu sehen haben. Es ist nicht alles schon für ihn vorformuliert", sagte Frank dazu.

(Foto: imago images / snapshot)

Im letzten Teil schließlich geht es um "Amerika, Amerika". Robert Frank hatte sich Mitte der 50er um ein Stipendium der Guggenheim-Stiftung beworben - als Projekt schwebte ihm vor, "das zu beobachten und zu dokumentieren, was ein eingebürgerter Amerikaner ... (White Tower, New York 1948, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank. Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

... in den Vereinigten Staaten vorfindet, das, was die Zivilisation bestimmt, die hier wurzelt und sich anderswo ausbreitet." Die Fotos dazu sollten in einem Buch erscheinen. Frank machte sich also auf die Reise, fuhr Tausende Kilometer durch die USA und machte dabei um die 27.000 Aufnahmen. (New York City, um 1950, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank. Courtesy Sammlung der Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

1956/57 fertigte er von einer Auswahl etwa 1000 Probeabzüge an - nur 83 schafften es schließlich in den Klassiker "The Americans". (San Francisco, 1956, a.d.S. The Americans, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank. Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

Die Ausstellung im C/O Berlin zeigt neben Aufnahmen aus "The Americans" auch Bilder, die in den USA in den 50ern entstanden, aber nicht veröffentlicht wurden - "Unseen" eben. (Florida, 1956, Robert Frank, C/O Berlin)

(Foto: © Robert Frank. Courtesy Sammlung Fotostiftung Schweiz, Winterthur)

Sowohl "Unseen - Robert Frank" als auch "No Photos on the Dance Floor!" laufen bis zum 30. November 2019. (Text: Andrea Beu)

(Foto: imago images / snapshot)
17.09.2019 Unterhaltung Robert Frank trifft Nachtleben Bilder aus 30 Jahren Berliner Club- und Partywelt
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Wohl jeder hat schon mal was von ihm gesehen, denn er taucht in unendlich vielen Bereichen des Lebens auf: ...

(Foto: imago/ITAR-TASS)

... Luigi Colani. Der Mann mit dem einst rabenschwarzen Schnauzer und dem legendär hitzigen Temperament. Am Ende war es etwas stiller, ruhiger geworden um ihn geworden.

(Foto: imago stock&people)

Der Star-Designer, Starrkopf, Großsprecher, motzige Revoluzzer und geniale Egomane starb am 16. September 2019 in Karlsruhe.

(Foto: dpa)

Am 2. August 2018 hatte er in kleiner Runde seinen 90. Geburtstag gefeiert. Ohne großen Bahnhof, ohne Leute, die Reden halten, ohne Party. Nur mit Frau und einem Schweizer Freund. "Party ist für Nichtse", sagte er. Und Nichtse waren nichts für ihn.

(Foto: imago/Marius Schwarz)

Eigentlich hieß er Lutz Colani. Er wurde am 2. August 1928 in Berlin geboren. Seine Mutter stammte aus Polen, sein Vater war Schweizer. Seine Eltern wollten ihn früh zur Kreativität erziehen, sie gaben ihm statt Spielzeug eine Bastelkammer, ...

(Foto: imago/Dieter Bauer)

... in der er aus verschiedenen Materialien alles selber bauen konnte. Später studierte er dann Bildhauerei und Malerei in Berlin und Aerodynamik in Paris und arbeitete ab den Fünfzigerjahren als Designer.

(Foto: imago/Dieter Bauer)

Colanis Name hat heute noch großen Klang. Er war Vorbild für Generationen junger Designer und auch sonst kannten viele ihn. Am ehesten sind im Gedächtnis ...

(Foto: dpa)

... seine spektakulären, futuristischen Entwürfe ...

(Foto: Associated Press)

... von Autos und Rennwagen mit kühn geschwungenen Kotflügeln, ...

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

... von Flugzeugen ...

(Foto: imago stock&people)

... und Lkws.

Der Universaldesigner hat aber auch Möbel entworfen, ...

(Foto: imago stock&people)

... Geschirr (hier ein Weinglas, das statt Stiel eine Vertiefung im Boden hat), ...

(Foto: dpa)

... Loks (Modellstudie einer von ihm erdachten Hochgeschwindigkeits-Dampflok für die Sowjetunion), ...

(Foto: imago/photo2000)

... 3D-Drucker, ...

(Foto: imago/Stefan Zeitz)

... Tapeten, ...

(Foto: picture alliance / dpa)

... sogar Wandfarbe, ...

(Foto: imago/teutopress)

... Brillen, Kameras, ...

(Foto: imago stock&people)

... Fernseher (im Bild: Fernsehgerät für das ostdeutsche Unternehmen RFT Stassfurt, 1995) ...

(Foto: picture-alliance / dpa)

... Kleidung, Klos, Küchen und Computer.

(Foto: imago/Rust)

Auch Särge ...

(Foto: picture-alliance / dpa)

... und Urnen.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Was seine Entwürfe eint, sind die runden, organischen Formen. Ecken und Kanten sind ihm verhasst, immer schon.

(Foto: imago/Schöning)

"Meine Welt ist rund", sagte er.

Mit manchen Ideen verdiente er viel Geld und erregte großes Aufsehen: ...

(Foto: Chen wei - Imaginechina)

Die ergonomisch geformte Spiegelreflexkamera Canon T90 nannte er sein vielleicht bestes Produkt. "Ich habe die Kamerawelt re-vo-lu-tio-niert", rief er aus, mit Betonung auf jeder Silbe.

(Foto: Wolfgang Thanner/Wikipedia)

Colani entwarf sogar Uniformen der Hamburger Polizei, als ...

(Foto: picture alliance/dpa)

... die Hansestadt 2005 als erstes Bundesland die blauen Polizeiuniformen einführte.

Für namhafte Möbelhersteller entwarf er Stühle und Tische; ...

(Foto: imago stock&people)

... seine Brillen verkauften sich bestens. "Ich bin ein erfolgreiches Schwein und habe riesige Chancen gehabt", sagte er.

(Foto: imago/teutopress)

Seine Entwürfe sind meist extravagant, mit großer Geste gezeichnet, mitunter genial, nicht immer praxistauglich. (Entwurf eines Reisebusses)

(Foto: imago stock&people)

Er wurde in den 70er- und 80er-Jahren zum Medienstar und besten Vermarkter in eigener Sache. Auf Schmähungen der Fachwelt reagierte er ...

(Foto: imago stock&people)

... mit umso größerem Geltungsdrang - und einer gern zur Schau getragenen Arroganz.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Laut und mit drastischen Worten hatte er auf seinen Berufsstand geschimpft, sich gerne als Enfant terrible inszeniert. Später klang sein Zorn erschöpft.

(Foto: imago stock&people)

Viele seiner eigenen Entwürfe - nach Colanis Angaben etwa 70 Prozent - blieben als Skizze in der Schublade, wurden nie mehr als ein Prototyp.

(Foto: imago stock&people)

Insgesamt bezifferte er seine zu Papier gebrachten Ideen auf rund 4000 - "Entwürfe, aus denen gelegentlich Gegenstände wurden. Oder nur Träume", erzählte er.

(Foto: imago stock&people)

Überhaupt das Thema Traum und Wirklichkeit, Anspruch und Umsetzung. Colani hatte bis zum Ende hochfliegende Pläne. (im Bild: Stromlinientruck Colanis. Der Fahrer sitzt in einer Flugzeugkanzel und lenkt mit einem Joystick. Statt Rückspiegeln sind in den seitlichen Flossen Kameras eingebaut.)

(Foto: picture-alliance/ dpa)

"Große Projekte", wie er es nannte, die aber im Vagen blieben und über die Jahre strandeten.

(Foto: imago/STAR-MEDIA)

Irgendwo im Nirwana abgesprungener Investoren, aus seiner Sicht spießiger Geschäftspartner, bockiger Stadtplaner, regelwütiger Behörden oder schlichten Ignoranten spielen sich seine Niederlagen ab.

(Foto: AP)

Das Museum, das man ihm in Venedig bauen wollte? Gibt es bis heute nicht. (im Bild: Colani-Teekanne in einer Ausstellung 2015 in Oldenburg)

(Foto: picture alliance / dpa)

Sein Lebenswerk "Eco-City", das er auf einer chinesischen Insel verwirklichen wollte? Auf Eis gelegt, weil die Chinesen dort alles verbaut hätten. (Im Bild: Haus in Oberleichtersbach in Bayern, bei dem sich je nach Bedarf Bad, Küche oder Schlafzimmer nach vorn in einen Wohnraum mit breiter Fensterfront drehen lässt. Per Knopfdruck setzt ein Rotor das Rondell in Bewegung.)

(Foto: picture alliance/dpa)

Für Colani war das kein Scheitern, sondern eher ein Kampf: "Ich bin denen immer zu sehr nach vorne gestürmt", sagte er.

(Foto: imago stock&people)

"Colani war für seine Umgebung eine Nummer zu groß und dachte zu schnell und zu weit voraus", heißt es in einem Aufsatz des Designers Peter Friedrich Stephan zum Schaffen Colanis.

(Foto: imago stock&people)

Aber inzwischen erkenne man den visionären Charakter so mancher seiner Vorschläge, ... (im Bild: Lüntec-Technologiezentrum der ehemaligen Zeche Minister Achenbach mit aufgesetztem Büromodul, als Colani-Ufo oder -Ei bezeichnet)

(Foto: imago/Jochen Tack)

... sagt Stefan Legner, Mitarbeiter für Produktdesign an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung (HfG, im Bild).

(Foto: imago stock&people)

"Ich bin verkannt!" - so sah es Colani. Er hat in Japan gearbeitet und lebte mehr als 20 Jahren auch in China. Seinen Wohnsitz in Karlsruhe behielt er.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Dort arbeitete er an neuen Aufträgen (im Bild: Colani 2006 mit seinem Stadtauto, dem "gelben Ei", einem Ferrari Testarossa, mit dem er einen Weltrekord von 387 km/h fuhr, und einem Speedster auf Basis eines VW-Käfers von 1968/69, v.r., in einem Autohaus.).

(Foto: picture alliance/dpa)

In China saß er an "drei großen Projekten": zwei Wohnwagentypen sowie einem E-Auto.

(Foto: imago/Horst Rudel)

Die Welt sei noch nicht bereit für ihn, erklärte Colani. "Ich muss auf sie warten."

(Foto: picture alliance/dpa)

Über den Tod wollte Colani Zeit seines Lebens nicht sprechen. "Ich entstamme ...

(Foto: picture-alliance / dpa)

... einer Familie von Hundertjährigen", sagte er knapp. "Warum sollte man sich mit dem Sterben beschäftigen, wenn das Leben so viele Fragen stellt, die noch unbeantwortet sind?" (abe/dpa)

(Foto: picture alliance/dpa)
16.09.2019 Leben "Bin ein erfolgreiches Schwein" Luigi Colani, der Designer für einfach alles

Dienstag, 11. September 2001: Ein Datum, das sich der Menschheit eingeprägt hat.

(Foto: AP)

New York, 8.46 Uhr. Ein Passagierflugzeug stürzt in den Nordturm des World Trade Centers. Der Turm brennt. Zunächst ist unklar, ob es sich um einen Anschlag oder einen Unfall handelt. 92 Menschen waren an Bord der Maschine.

(Foto: picture alliance / dpa)

Weltweit schalten die Nachrichtensender nach New York. Weltweit verfolgen Millionen das Geschehen voller Entsetzen live an den Bildschirmen.

(Foto: AP)

Die Menschen in Manhattan können nicht fassen, was passiert ist.

(Foto: AP)

Unterdessen nähert sich ein zweites Flugzeug dem brennenden World Trade Center.

Um 9.03 Uhr, 17 Minuten nach dem ersten Einschlag, rast das zweite Flugzeug in den Südturm des WTC.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Spätestens jetzt ist klar: Das war kalkuliert, ...

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

... es handelt sich um einen Terroranschlag.

(Foto: AP)

Beim Aufprall auf den Turm kommt es zu einer heftigen Explosion. Auch für die 65 Menschen an Bord des zweiten Flugzeugs ...

(Foto: REUTERS)

... sowie für die Menschen in den oberen Etagen des World Trade Centers gibt es keine Rettung.

(Foto: REUTERS)

Zu diesem Zeitpunkt in einer Grundschule in Florida: Ein Mitarbeiter informiert Präsident George W. Bush über die Anschläge in New York. Wie im Schock bleibt Bush sitzen.

(Foto: REUTERS)

Im World Trade Center bricht Panik aus. Beide Türme brennen und drohen einzustürzen.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Die Menschen im Gebäude versuchen zu fliehen. Doch für viele ist die Situation ausweglos. Treppen sind verstopft, Aufzüge fahren nicht mehr. Sie sind eingesperrt.

(Foto: REUTERS)

Manche sehen nur noch einen Ausweg: den Sprung aus dem Fenster.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Denn sie wollen nicht qualvoll verbrennen.

(Foto: REUTERS)

In den unteren Etagen können sich viele Menschen retten.

(Foto: REUTERS)

Während die Angestellten aus dem World Trade Center fliehen, ...

(Foto: AP)

... gehen Feuerwehrleute hinein, um Überlebende zu retten.

Mehr als 340 Feuerwehrleute kommen dabei ums Leben.

(Foto: REUTERS)

Diese Frau kann dank der Hilfe eines Polizisten gerettet werden.

Auf den Straßen schauen die New Yorker angstvoll und schockiert ...

... auf das brennende Wahrzeichen ihrer Stadt.

(Foto: AP)

Doch der Schrecken geht weiter. Um 9.37 Uhr stürzt ein drittes Passagierflugzeug mit 64 Menschen an Bord in das Pentagon.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Es folgt eine große Explosion, als die Tanks des Flugzeugs in Flammen aufgehen.

Bei diesem Anschlag kommen 184 Menschen ums Leben.

(Foto: REUTERS)

Das Pentagon steht in Flammen.

(Foto: REUTERS)

Sofort eilen Rettungskräfte zum Schauplatz und versuchen zu retten, was zu retten ist.

(Foto: AP)

Das Flugzeug ist in den Westflügel des Gebäudes gestürzt. Hier befinden sich hauptsächlich frisch renovierte, unbenutzte Büros.

(Foto: Reuters)

Im März 2017 veröffentlichen die US-Behörden eine Reihe von Bildern der Aufräumarbeiten.

Sie waren bisher geheim gehalten worden. Sie zeigen keine neuen Erkenntnisse zu dem Anschlag, doch ihre Geheimhaltung sorgte für Diskussionen.

New York: Um 9.59 Uhr hat sich das Feuer im World Trade Center weit ausgebreitet. Durch das Kerosin im Flugzeugtank ist es zu heiß für die Tragwerke des Gebäudes. Die Konstruktion kann dem nicht mehr standhalten ...

(Foto: AP)

... und der Südturm des World Trade Centers bricht in sich zusammen.

(Foto: AP)

Tonnen von Stahl und Beton krachen zu Boden und wirbeln Staub auf.

(Foto: REUTERS)

"Run, run!" Die Menschen versuchen, ...

(Foto: AP)

... sich vor der Welle aus Schutt und Staub zu retten.

(Foto: REUTERS)

Wer nur mit Staub bedeckt wird, kommt mit dem Schrecken davon.

Um 9.45 Uhr werden alle Flugzeuge im amerikanischen Luftraum aufgefordert, den nächsten Flughafen anzusteuern.

(Foto: REUTERS)

Das Flugzeug mit der Flugnummer 93 mit 44 Menschen an Bord befindet sich zu diesem Zeitpunkt allerdings schon in der Gewalt der Entführer.

(Foto: REUTERS)

Um 10.03 Uhr stürzt die Maschine von United Airlines in Pennsylvania ab. Zunächst ist nicht klar, ob dieser Zwischenfall etwas mit den Anschlägen in New York und Washington zu tun hat.

Offensichtlich hat an Bord ein Kampf zwischen den Entführern und den Geiseln stattgefunden. Das Flugzeug stürzt auf einem Feld ab, alle Menschen an Bord sterben.

(Foto: REUTERS)

Als eigentliches Anschlagsziel für dieses Flugzeug werden das Weiße Haus, das Kapitol in Washington oder der Landsitz des US-Präsidenten in Camp David vermutet. Gestartet ist Flug 93 im Flughafen Newark mit Ziel San Francisco.

(Foto: REUTERS)

Am Morgen hatte das Flugzeug auf dem Flughafen in einer Warteschlange ausharren müssen und startete deshalb mit 40 Minuten Verspätung. Experten sehen darin den Grund, dass dieses Flugzeug als einziges sein Ziel verfehlt hat.

(Foto: AP)

Diese Männer haben das in Pennsylvania abgestürzte Flugzeug entführt und sind verantwortlich für den Tod aller Passagiere an Bord.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Dies sind die Entführer von Flug AA11, der ersten Maschine, die ins World Trade Center gelenkt wurde. Einige der Terroristen gehörten zu sogenannten Hamburger Terrorzelle. Mohammed Atta etwa hatte seit 1992 in der Hansestadt gelebt und studiert.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Die Entführer von UA175, des Flugzeugs, das in den Südturm des World Trade Center raste.

Und schließlich die Entführer von AA77. Diese Maschine wurde ins Pentagon gesteuert.

Auch nach dem Absturz in Pennsylvania geht in New York die Katastrophe weiter.

(Foto: picture alliance / dpa)

Um 10.28 Uhr stürzt der Nordturm des World Trade Centers ein.

(Foto: REUTERS)

Manhattan ist seines Wahrzeichens beraubt.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Für die Amerikaner ist das ein Stich ins Herz.

Manhattan ist in eine gigantische Staubwolke gehüllt, ...

(Foto: AP)

... die auch vom Weltraum aus zu sehen ist.

Sie raubt den Menschen die Luft zum Atmen, ...

(Foto: AP)

... verwandelt sie in graue Statuen ...

... und überzieht die Straßen wie mit schmutzigem Schnee.

(Foto: AP)

Präsident Bush wird mit der Air Force One auf einen Luftwaffenstützpunkt in Nebraska gebracht.

An Bord der Maschine telefoniert er mit Vizepräsident Cheney.

Dem Präsidenten erschließt sich allmählich das ganze Ausmaß der Katastrophe.

(Foto: REUTERS)

Noch tagelang zieht der Qualm von "Ground Zero" durch die Straßen New Yorks.

(Foto: Reuters)

Wie ein gigantisches Skelett ...

... ragen die Reste des World Trade Centers nach den Anschlägen in die Luft.

(Foto: REUTERS)

Am 12. September hissen Feuerwehrmänner auf dem "Ground Zero" die US-Flagge.

(Foto: REUTERS)

2976 Menschen kamen bei den Anschlägen ums Leben.

(Foto: REUTERS)

Anhand der Passagierlisten der entführten Flugzeuge wird schnell klar, dass es sich bei den Entführern um radikale Islamisten handelt.

(Foto: AP)

Als Drahtzieher wird Osama bin Laden, Chef der Terrororganisation Al-Kaida, vermutet und benannt.

(Foto: REUTERS)

Der inzwischen ins Weiße Haus zurückgekehrte Präsident Bush wendet sich abends um 20.30 Uhr in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die US-Bevölkerung. Darin kündigt er ein hartes Vorgehen gegen die Terroristen und diejenigen an, die den Drahtziehern der Anschläge Unterschlupf gewährt haben.

(Foto: AP)

Nicht einmal einen Monat nach den Anschlägen greifen die USA das Regime in Afghanistan an. Im März 2003 beginnt der Irak-Krieg. Auch er wird letztlich - fälschlicherweise - mit den Anschlägen vom 11. September 2001 begründet.

(Foto: REUTERS)
11.09.2019 Politik Der 11. September 2001 Als die Türme fielen

Mit schonungslosen Songs wie "Just Like a Pill", in dem es um die Folgen einer Überdosierung geht, und zwar aus der Ich-Perspektive, ...

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

... schlug Pink Anfang des Jahrtausends (hier 2000 bei den "Soul Train Lady of Soul Awards") in den Charts ein. Seitdem ...

... hat sich die US-Amerikanerin den Ruf einer streitbaren, kompromisslosen und ehrlichen Künstlerin aufgebaut ...

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... - inklusive Welterfolgen und Millionen verkaufter Platten.

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Mittlerweile lässt Pink es etwas ruhiger angehen. Auch zu ihrem 40. Geburtstag am 8. September 2019 ...

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... dürfte ihre Familie eine große Rolle spielen. Als Alecia Beth Moore wuchs sie ...

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... in Mittelklasse-Verhältnissen in Pennsylvania auf, ihre Jugend war auch wegen des schwierigen Verhältnisses mit ihrer Mutter turbulent. Die Trennung ihrer Eltern verarbeitete Pink 2001 im Song "Family Portrait". (Bild: mit ihrem Vater im Dezember 2000)

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Ihr musikalisches Talent blieb nicht lange unentdeckt, auch wenn ihre erste Girl-Group floppte. Für Aufsehen ...

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... sorgte sie schließlich unter ihrem neuen Namen Pink 2000 mit ihrem Debüt "Can't Take Me Home", ...

(Foto: REUTERS)

... den Durchbruch - auch in Deutschland - brachte "Missundaztood" schließlich 2001.

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Welterfolge und ausverkaufte Touren machten sie ...

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

... zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt.

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Dabei war sie nie, wie man mit der farbe Pink gemeinhin assoziiert, ...

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... besonders mädchenhaft und feminin, ...

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... sondern meist eher burschikos, rau und wild, ...

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... sexy und exzentrisch, ...

(Foto: imago/ZUMA Press)

... sportlich und durchtrainiert, ...

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... rockig und nietenbesetzt, ...

(Foto: imago images / 3S PHOTOGRAPHY)

... auf jeden Fall ein ganz eigener Typ. Mit Erfolg: Pink hat bisher bereits ...

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... mehr als 40 Millionen Alben und über 70 Millionen Singles verkauft.

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Zudem bekam sie schon dreimal den Grammy, ...

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... darunter 2002 einen für die "Beste Pop-Zusammenarbeit" bei "Lady Marmalade" - mit Christina Aguilera, Mýa (v.l.) und Lil’ Kim (nicht im Bild).

Seit Februar 2019 hat Pink auch einen eigenen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood.

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Und bei der "Forbes"-Liste der Musikerinnen mit den höchsten Einnahmen zwischen Juni 2018 und Juni 2019 kam Pink auf Platz 5 - mit 57 Millionen Dollar (vor Steuern).

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Da kann man schon mal jubeln!

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Auf ihrem achten Studioalbum "Hurts 2B Human", das im April 2019 rauskam, gibt sich Pink musikalisch angepasster als früher, aber auch reflektierter.

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So singt sie in der Ballade "Happy" über ihre Zeit als Teenager, der von ihrer alleinerziehenden Mutter aus der Wohnung geworfen wird, Drogen nimmt und Therapien macht: ...

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... "Ich will nicht für immer so sein. Ich rede mir ein, es wird mir irgendwann besser gehen. Vielleicht habe ich einfach nur Angst, glücklich zu sein."

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Im Privaten allerdings hat die erwachsene Pink das Glück in ihrer Familie gefunden.

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Sie ist seit 2006 mit Motocross-Profi Carey Hart verheiratet und hat mittlerweile zwei Kinder.

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In ihrer Ehe flogen schon mal die Fetzen - die (zeitweise) Trennung von Carey Hart verarbeitete Pink 2008 in ihrer Single "So what?", was ja so viel heißt wie: Na und?

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Sohn Jameson kam im Dezember 2016 zur Welt, ...

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... Tochter Willow im Juni 2011 - sie wurde für ein paar Minuten zum Star ...

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... beim Berlin-Konzert ihrer Mutter: Pink holte Willow bei ihrem zweistündigen Konzert im Berliner Olympiastadion am 14. Juli auf die Bühne. Dabei ...

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... übernahm Willow auch hinter den Kulissen wichtige Arbeit, wie Pink im Interview mit US-Talkerin Ellen Degeneres erzählte. So habe sie bei den Outfit-Wechseln während der Show geholfen und manchmal auch einen Limonaden-Stand aufgebaut.

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"Sie macht richtige Arbeit", sagte Pink. "Und sie hat auch schon nach einer Gehaltserhöhung gefragt."

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Aber wie kam Alecia Beth Moore, hier 2003 bei MTV, nun eigentlich zu ihrem Namen Pink? Den hat sie ...

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... seit ihren Teenagerjahren und er hat mit ihrem schamhaften Erröten zu tun, als ein Junge im Ferienlager sie "untenrum" entblößt hatte, ...

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... und mit dem Film "Reservoir Dogs" und Mr. Pink, gespielt von Steve Buscemi (r.). Der Name hatte sie an den Vorfall im Ferienlager erinnert.

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Freunde nannten sie daraufhin nur noch Pink - und später machte sie den Spitz- dann zu ihrem Künstlernamen. (abe/dpa)

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08.09.2019 Unterhaltung Kompromisslos, ehrlich, direkt Pink wird 40 - so what?

Die Historie von Schloss Neuschwanstein ist unmittelbar verbunden mit dem Schicksal von Ludwig II., dem Bauherrn.

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Als sein Vater starb, wurde Ludwig II. mit 18 Jahren König von Bayern. Der junge Thronfolger war in Geschäftsdingen unerfahren – und bekam das zu spüren.

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Das eigene Kabinett hat ihn oft ausgebremst, sagen Historiker. Im Jahr 1866 verlor die bayerische Armee im Bündnis mit Österreich eine Entscheidungsschlacht im Deutschen Krieg, ...

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... die Schlacht bei Königgrätz gegen Bismarcks expandierendes Preußen. Ludwig II. soll die Niederlage als persönlichen Misserfolg gewertet haben.

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Immer öfter suchte er Zuflucht in einer Traumwelt, denn in der Realität schien er nicht glücklich. Zeitzeugen bezeichneten ihn als "Exzentriker", andere glaubten, er sei verrückt.

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Wahnsinnig klang auch seine Vision von einem prachtvollen Schloss auf einem zerklüfteten Felsen.

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Der Berg mit einer Ruine gegenüber von Schloss Hohenschwangau war ihm schon als Kind aufgefallen.

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Dort wolle er einen Bau "im echten Styl der alten deutschen Ritterburgen" entstehen lassen, ...

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... schrieb er in einem Brief an Richard Wagner und kündigte an, in drei Jahren einziehen zu wollen.

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Die Bühnenbilder von Wagners Opern und die Wartburg nahe der thüringischen Stadt Eisenach waren Inspiration für das romantische Schloss.

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Mit Dynamit wurde die Bergspitze zu einem schmalen Plateau gesprengt. Am 5. September 1869 erfolgte die Grundsteinlegung.

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Vom Sockel bis zur Turmspitze war das Schloss auf dem modernsten Stand der Technik des späten 19. Jahrhunderts.

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Geheizt wurde durch ein Rohrsystem, das im Winter warme Luft in die Räume blies.

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Essen wurde mit einem Speiseaufzug von der Küche direkt in den Speisesaal transportiert.

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Weitere Highlights waren fließendes, zum Teil warmes Wasser und eine automatische Toilettenspülung.

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In den Prunkräumen funkeln Edelsteine, Gold und Glas. Wände sind mit Szenen aus Lohengrin und Parzival bemalt, mit Rittern und Heiligen.

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Durch die Außenfassade im weißen Kalkstein glich Ludwigs Kunstwerk immer mehr einem hübschen Schwan, der sich langsam in die Höhe reckt.

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Das romantische Gebäude wurde ein Kontrast zur industriellen Revolution – und vermutlich zu Ludwigs Verhängnis.

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Vom Torbau des Schlosses, wo Ludwig zeitweilig wohnte, konnte er die Bauarbeiten beobachten. Er soll ständig neue Änderungswünsche gehabt haben.

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Mehr als das Doppelte der geplanten Summe kostete der Schlossbau, umgerechnet mehr als 100 Millionen Euro.

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Ein Ratgeber Ludwigs, Graf Holnstein, telegrafierte an Bismarck schon ein Jahr nach Baubeginn: "Ganz geheim. Der König von Bayern ist durch Bauten und Theater in große Geldverlegenheit geraten."

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"Sechs Millionen Gulden würden ihm sehr angenehm sein, vorausgesetzt, dass die Minister nichts erfahren. Für diese Summe würde er sich auch zur Kaiserproklamation entschließen."

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Für Bismarck war diese Bitte eine Chance, die deutsche Einheit und den Beitritt Bayerns zum Reich auszuhandeln.

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Ludwig II. erlebte die Fertigstellung von Schloss Neuschwanstein nie mit.

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Im Juni 1886 starb der König auf mysteriöse Weise, wohl ertrunken im Starnberger See.

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Kurz zuvor hatte ihn die bayerische Regierung für unmündig erklärt. Er wurde aus Schloss Neuschwanstein abgeführt, wegen angeblicher Geisteskrankheit.

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Nur sechs Wochen nach dem Tod des Märchenkönigs durften Besucher Schloss Neuschwanstein besichtigen.

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Die Bürger sollten sehen, wofür ihr König Unmengen an Geld verprasst hatte.

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Aber: Sie waren begeistert. Schloss Neuschwanstein wurde im Jahr 1892 in vereinfachter Form fertiggestellt.

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Was einst Rückzugsort eines menschenscheuen Königs werden sollte, ist nun Reiseziel von Millionen Touristen aus der ganzen Welt.

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Durchschnittlich werden 7000 Gäste am Tag durch die Säle getrieben - alle fünf Minuten eine neue Besuchergruppe.

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Rund 69 Millionen Menschen haben bis heute Ludwigs pittoreske Räume betreten.

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Zum 150. Jahrestag verkündete Bayern einen besonderen Fund: Der Grundstein von Schloss Neuschwanstein wurde gefunden.

Aus Bauplänen war ersichtlich, dass sich dieser im Ritterbad befindet und dahinter eine Metallkapsel liegt, in der die Grundsteinlegungsurkunde, Porträts von Ludwig II., Bauentwürfe und eine Figur der Heiligen Maria zu finden sind.

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Ein Sprengkommando des Bayerischen Landeskriminalamts suchte die Wände mehrere Stunden mit einem Minensuchgerät ab, bis der Ziegelstein gefunden werden konnte.

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Den Stein aus dem Gemäuer herausnehmen, um an die Kapsel zu kommen, möchte die Bayerische Schlösserverwaltung aus Denkmalschutzgründen nicht.

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Derzeit wird Schloss Neuschwanstein für rund 20 Millionen Euro saniert. Trotz Baugerüsten können Besucher das Schloss besichtigen.

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Noch bis 2020 sollen Schönheitsmakel wie Risse in den Außenmauern, instabile Buntglasfenster, verblasste Wandfarben, beschädigter Parkettboden, behoben werden.

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In der Allgäuer Voralpenlandschaft wirkt das Bauwerk fast unwirklich, wie aus einem Märchen.

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Abgesehen davon scheint es, als stünde alles noch genauso da, als wäre König Ludwig II. nur mal eben fortgegangen. (sba/dpa)

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05.09.2019 Panorama 150 Jahre Neuschwanstein Ein Schloss zwischen Wahn und Wirklichkeit

Mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde hat "Dorian" auf den Bahamas gewütet. Das entspricht der Gefahrenstufe 5, welches ...

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... die höchste Gefahrenstufe für Hurrikans bedeutet.

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Besonders hart hat es den Ort Marsh Harbour getroffen.

(Foto: via REUTERS)

Mindestens 30 Menschen sind auf den Bahamas insgesamt ums Leben gekommen.

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Helfer gehen davon aus, dass die Zahl der Toten noch deutlich steigen wird.

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Aktuell läuft die verzweifelte Suche nach Überlebenden.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die Bewohner des Inselstaats durchkämmen die Trümmer auf der Suche nach Angehörigen.

(Foto: REUTERS)

Es werden immer noch viele Menschen vermisst.

(Foto: REUTERS)

Insgesamt wütete der Sturm drei Tage auf der Insel. Die Stimmung der Menschen ...

(Foto: REUTERS)

... in den Notunterkünften wechselt zwischen Verzweiflung und ...

(Foto: REUTERS)

... Hoffnung.

(Foto: REUTERS)

Wer nach Hause zurückkehren darf, steht vor den Trümmern seiner Existenz oder ...

(Foto: dpa)

... macht sich ans Aufräumen.

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Der Sturm hat schwere Verwüstungen hinterlassen.

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Die Schäden dürften sich nach ersten Schätzungen auf sieben Milliarden Dollar belaufen.

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Damit handelt es sich um den verheerendsten Wirbelsturm auf den Bahamas seit Beginn moderner Aufzeichnungen.

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Die Vereinten Nationen schätzen, dass 70.000 Menschen dringend auf Lebensmittel, Wasser und Unterkünfte angewiesen sind.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die UN will Dutzende Tonnen Nahrungsmittel auf die Insel schicken.

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Während die Hilfsmaßnahmen auf den Bahamas anlaufen, zieht "Dorian" ...

(Foto: imago images / ZUMA Press)

... weiter Richtung USA.

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Mittlerweile hat der Hurrikan deutlich an Kraft verloren.

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Laut Nationalem Hurrikan-Zentrum (NHC) erreicht der Sturm aktuell noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern in der Stunde. Dies entspricht zwar der niedrigsten Hurrikan-Kategorie 1. Dennoch ...

(Foto: imago images / UPI Photo)

... warnen die Meteorologen: "Dorian" bleibt ein starker Wirbelsturm.

(Foto: dpa)

In der bei Touristen beliebten Küstenstadt Charleston in South Carolina bekommen die Einwohner bereits starken Regen und heftige Winde zu spüren.

(Foto: imago images / UPI Photo)

Das NHC warnt vor lebensgefährlichen Sturmfluten und bedrohlichen Winden.

(Foto: REUTERS)

In Charleston stehen bereits einige Gegenden unter Wasser.

(Foto: imago images / UPI Photo)

Aktuell nimmt "Dorian" Kurs auf die Küste des Bundesstaates North Carolina. (kpi/AFP/rts/dpa)

(Foto: imago images / ZUMA Press)
06.09.2019 Panorama "Dorian" verwüstet Inselstaat Auf den Bahamas steht nicht mehr viel
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