Mittwoch, 06. Mai 2020

Sängerin von "My Boy Lollipop" Millie Small ist tot

1964 nahm Millie Small mit Herbert Jarczyk in München "I Like Mike" auf. Der Song wurde kein Erfolg.

(Foto: imago images/ZUMA/Keystone)

Mit 73 Jahren stirbt die jamaikanische Sängerin Millie Small in London. Sie wurde 1964 mit dem Song "My Boy Lollipop" weltberühmt, der es in Großbritannien und den USA auf Platz 2 der Hitparaden schaffte.

Die jamaikanische Sängerin Millie Small, die mit ihrem Song "My Boy Lollipop" in den 60er-Jahren einen Welthit landete, ist tot. Sie sei nach einem Schlaganfall in London gestorben, teilte ihre frühere Plattenfirma Island Records mit. Smalls wurde 73 Jahre alt.

Zuvor hatte Island Records-Gründer Chris Blackwell der Zeitung "Jamaica Observer" ihren Tod bestätigt. Die Sängerin hinterlässt eine Tochter. "My Boy Lollipop" war laut Blackwell der erste jamaikanische Song, der es in die britischen und amerikanischen Hitparaden schaffte.

Die 1946 geborene Small nahm laut "The Guardian" in ihrer Heimat bereits als Teenager erste Platten für das legendäre Label Studio One auf. Blackwell entdeckte sie nach ihrem Duett "We'll Meet" mit Roy Panton, das in Jamaika eine Charts-Platzierung erreichte. Mit der Erlaubnis ihrer Eltern durfte die jugendliche Sängerin Blackwell als Manager engagieren und mit ihm nach Großbritannien gehen.

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"My Boy Lollipop" nahm sie bereits kurz nach ihrer Ankunft in London auf, doch sie war nicht die erste Interpretin des Songs. Das Original stammt aus dem Jahr 1956 und wurde von der US-Künstlerin Barbie Gaye gesungen. Im Vereinigten Königreich und in den USA landete die Small-Version 1964 auf Platz zwei der Charts.

Millie Small war ein One-Hit-Wonder. Sie erreichte 1964 mit "Sweet Willim" lediglich noch Platz 30 der UK-Charts. 1970 beendete sie schließlich ihre Musik-Karriere. Trotzdem ist sie unvergessen: Mit ihrem Hit habe Millie Small einem breiten Publikum die Ska-Musik vorgestellt, hieß es in der Mitteilung. "Millie hat die Tür für jamaikanische Musik in der ganzen Welt geöffnet", erklärte Blackwell. "Ich bin mit ihr um die Welt gereist, weil man überall wollte, dass sie auftritt, in TV-Shows mitmacht und sowas. (...) Sie war eine sehr liebenswürdige Person, sehr lustig und mit großem Sinn für Humor."

Quelle: ntv.de , kwe/dpa

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