Panorama
08.08.2017

Verbesserte DNA-Methoden Gerichtsmediziner identifizieren 9/11-Opfer

In den Trümmern der Türme wurden viele Opfer bis zur Unkenntlichkeit zermalmt.

(Foto: AP)

In den Trümmern der Türme wurden viele Opfer bis zur Unkenntlichkeit zermalmt.

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16 Jahre sind seit den Anschlägen auf das New Yorker World Trade Center vergangen, doch noch immer sind mehr als 1000 Opfer des 11. September nicht identifiziert. Jetzt können die Behörden einen weiteren Mann von der Liste streichen.

New Yorker Gerichtsmedizinern ist es gelungen, ein weiteres Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 auf das New Yorker World Trade Center zweifelsfrei zu identifizieren. Etwa 40 Prozent der Opfer waren bisher unidentifiziert geblieben. Es war klar, dass sie ums Leben gekommen waren, aber es konnten ihnen nach dem Einsturz der Zwillingstürme mit den gewaltigen Schuttmengen keine sterblichen Überreste zugeordnet werden.

Der Mann, dessen Name auf Wunsch seiner Familie nicht genannt wurde, ist die 1641. Person, die damit als Opfer feststeht, berichtet die "New York Times". Insgesamt wurden am World Trade Center 2753 Menschen getötet. Die Identifizierung wurde durch eine Verbesserung der DNA-Testmethoden möglich.

Winzige Knochensplitter

Dazu wurde die Extraktionsmethode weiterentwickelt, außerdem kann die Labor-Technologie inzwischen auch kleinere Partikel erkennen. Bei dem verwendeten Material handelt es sich meist um Knochenfragmente, die aus den Trümmern geborgen wurden. Durch die eindeutige Feststellung der Identität wird es den Angehörigen möglich, die Opfer für tot erklären zu lassen und mögliche Erbfragen zu klären.

Bisher sind noch 1112 Opfer nicht eindeutig identifiziert. Bis auf drei Fälle wurden aber dennoch Sterbeurkunden von der Stadt ausgestellt. New Yorks Chef-Gerichtsmedizinerin Barbara Sampson sagte der Zeitung, diese Arbeit sei noch immer enorm wichtig. "Mit jeder neuen Identifizierung sind wir in der Lage den Familien, die einen furchtbaren Verlust erlitten haben, Antworten zu liefern."

Die überwiegende Mehrheit der Opfer wurde durch eine Kombination von DNA-Material und vorhandenen Daten identifiziert. Zuletzt war im März 2015 die Identität eines Opfers bestätigt worden. Es handelte sich um Matthew David Yarnell, der in der 97. Etage des Südturms gearbeitet hatte.

Dienstag, 11. September 2001: Ein Datum, das sich der Menschheit eingeprägt hat.

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New York, 8.46 Uhr. Ein Passagierflugzeug stürzt in den Nordturm des World Trade Centers. Der Turm brennt. Zunächst ist unklar, ob es sich um einen Anschlag oder einen Unfall handelt. 92 Menschen waren an Bord der Maschine.

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Weltweit schalten die Nachrichtensender nach New York. Weltweit verfolgen Millionen das Geschehen voller Entsetzen live an den Bildschirmen.

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Die Menschen in Manhattan können nicht fassen, was passiert ist.

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Unterdessen nähert sich ein zweites Flugzeug dem brennenden World Trade Center.

Um 9.03 Uhr, 17 Minuten nach dem ersten Einschlag, rast das zweite Flugzeug in den Südturm des WTC.

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Spätestens jetzt ist klar: Das war kalkuliert, ...

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... es handelt sich um einen Terroranschlag.

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Beim Aufprall auf den Turm kommt es zu einer heftigen Explosion. Auch für die 65 Menschen an Bord des zweiten Flugzeugs ...

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... sowie für die Menschen in den oberen Etagen des World Trade Centers gibt es keine Rettung.

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Zu diesem Zeitpunkt in einer Grundschule in Florida: Ein Mitarbeiter informiert Präsident George W. Bush über die Anschläge in New York. Wie im Schock bleibt Bush sitzen.

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Im World Trade Center bricht Panik aus. Beide Türme brennen und drohen einzustürzen.

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Die Menschen im Gebäude versuchen zu fliehen. Doch für viele ist die Situation ausweglos. Treppen sind verstopft, Aufzüge fahren nicht mehr. Sie sind eingesperrt.

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Manche sehen nur noch einen Ausweg: den Sprung aus dem Fenster.

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Denn sie wollen nicht qualvoll verbrennen.

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In den unteren Etagen können sich viele Menschen retten.

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Während die Angestellten aus dem World Trade Center fliehen, ...

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... gehen Feuerwehrleute hinein, um Überlebende zu retten.

Mehr als 340 Feuerwehrleute kommen dabei ums Leben.

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Diese Frau kann dank der Hilfe eines Polizisten gerettet werden.

Auf den Straßen schauen die New Yorker angstvoll und schockiert ...

... auf das brennende Wahrzeichen ihrer Stadt.

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Doch der Schrecken geht weiter. Um 9.37 Uhr stürzt ein drittes Passagierflugzeug mit 64 Menschen an Bord in das Pentagon.

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Es folgt eine große Explosion, als die Tanks des Flugzeugs in Flammen aufgehen.

Bei diesem Anschlag kommen 184 Menschen ums Leben.

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Das Pentagon steht in Flammen.

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Sofort eilen Rettungskräfte zum Schauplatz und versuchen zu retten, was zu retten ist.

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Das Flugzeug ist in den Westflügel des Gebäudes gestürzt. Hier befinden sich hauptsächlich frisch renovierte, unbenutzte Büros.

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Im März 2017 veröffentlichen die US-Behörden eine Reihe von Bildern der Aufräumarbeiten.

Sie waren bisher geheim gehalten worden. Sie zeigen keine neuen Erkenntnisse zu dem Anschlag, doch ihre Geheimhaltung sorgte für Diskussionen.

New York: Um 9.59 Uhr hat sich das Feuer im World Trade Center weit ausgebreitet. Durch das Kerosin im Flugzeugtank ist es zu heiß für die Tragwerke des Gebäudes. Die Konstruktion kann dem nicht mehr standhalten ...

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... und der Südturm des World Trade Centers bricht in sich zusammen.

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Tonnen von Stahl und Beton krachen zu Boden und wirbeln Staub auf.

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"Run, run!" Die Menschen versuchen, ...

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... sich vor der Welle aus Schutt und Staub zu retten.

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Wer nur mit Staub bedeckt wird, kommt mit dem Schrecken davon.

Um 9.45 Uhr werden alle Flugzeuge im amerikanischen Luftraum aufgefordert, den nächsten Flughafen anzusteuern.

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Das Flugzeug mit der Flugnummer 93 mit 44 Menschen an Bord befindet sich zu diesem Zeitpunkt allerdings schon in der Gewalt der Entführer.

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Um 10.03 Uhr stürzt die Maschine von United Airlines in Pennsylvania ab. Zunächst ist nicht klar, ob dieser Zwischenfall etwas mit den Anschlägen in New York und Washington zu tun hat.

Offensichtlich hat an Bord ein Kampf zwischen den Entführern und den Geiseln stattgefunden. Das Flugzeug stürzt auf einem Feld ab, alle Menschen an Bord sterben.

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Als eigentliches Anschlagsziel für dieses Flugzeug werden das Weiße Haus, das Kapitol in Washington oder der Landsitz des US-Präsidenten in Camp David vermutet. Gestartet ist Flug 93 im Flughafen Newark mit Ziel San Francisco.

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Am Morgen hatte das Flugzeug auf dem Flughafen in einer Warteschlange ausharren müssen und startete deshalb mit 40 Minuten Verspätung. Experten sehen darin den Grund, dass dieses Flugzeug als einziges sein Ziel verfehlt hat.

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Diese Männer haben das in Pennsylvania abgestürzte Flugzeug entführt und sind verantwortlich für den Tod aller Passagiere an Bord.

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Dies sind die Entführer von Flug AA11, der ersten Maschine, die ins World Trade Center gelenkt wurde. Einige der Terroristen gehörten zu sogenannten Hamburger Terrorzelle. Mohammed Atta etwa hatte seit 1992 in der Hansestadt gelebt und studiert.

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Die Entführer von UA175, des Flugzeugs, das in den Südturm des World Trade Center raste.

Und schließlich die Entführer von AA77. Diese Maschine wurde ins Pentagon gesteuert.

Auch nach dem Absturz in Pennsylvania geht in New York die Katastrophe weiter.

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Um 10.28 Uhr stürzt der Nordturm des World Trade Centers ein.

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Manhattan ist seines Wahrzeichens beraubt.

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Für die Amerikaner ist das ein Stich ins Herz.

Manhattan ist in eine gigantische Staubwolke gehüllt, ...

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... die auch vom Weltraum aus zu sehen ist.

Sie raubt den Menschen die Luft zum Atmen, ...

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... verwandelt sie in graue Statuen ...

... und überzieht die Straßen wie mit schmutzigem Schnee.

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Präsident Bush wird mit der Air Force One auf einen Luftwaffenstützpunkt in Nebraska gebracht.

An Bord der Maschine telefoniert er mit Vizepräsident Cheney.

Dem Präsidenten erschließt sich allmählich das ganze Ausmaß der Katastrophe.

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Noch tagelang zieht der Qualm von "Ground Zero" durch die Straßen New Yorks.

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Wie ein gigantisches Skelett ...

... ragen die Reste des World Trade Centers nach den Anschlägen in die Luft.

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Am 12. September hissen Feuerwehrmänner auf dem "Ground Zero" die US-Flagge.

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2976 Menschen kamen bei den Anschlägen ums Leben.

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Anhand der Passagierlisten der entführten Flugzeuge wird schnell klar, dass es sich bei den Entführern um radikale Islamisten handelt.

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Als Drahtzieher wird Osama bin Laden, Chef der Terrororganisation Al-Kaida, vermutet und benannt.

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Der inzwischen ins Weiße Haus zurückgekehrte Präsident Bush wendet sich abends um 20.30 Uhr in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die US-Bevölkerung. Darin kündigt er ein hartes Vorgehen gegen die Terroristen und diejenigen an, die den Drahtziehern der Anschläge Unterschlupf gewährt haben.

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Nicht einmal einen Monat nach den Anschlägen greifen die USA das Regime in Afghanistan an. Im März 2003 beginnt der Irak-Krieg. Auch er wird letztlich - fälschlicherweise - mit den Anschlägen vom 11. September 2001 begründet.

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11.09.2018 Politik Der 11. September 2001 Als die Türme fielen

Quelle: n-tv.de , sba

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