Panorama
20.06.2020

Post-Filiale in Bayern geräumt Paket mit Stinkfrucht löst Großeinsatz aus

Der Geruch von Durians wurde unter anderem mit dem von totem Fisch verglichen.

(Foto: dpa)

Der Geruch von Durians wurde unter anderem mit dem von totem Fisch verglichen.

(Foto: dpa)

Durians schmecken süß, ihr Geruch ist jedoch für viele Menschen kaum auszuhalten. So eine Frucht ist per Paket auf dem Weg zu einem 50-Jährigen in Schweinfurt. Unterwegs sorgt die Sendung für viel Aufsehen - unter anderem landen mehrere Postmitarbeiter im Krankenhaus.

Ein Paket, aus dem stinkende Gase austraten, hat in Schweinfurt die Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auf den Plan gerufen. Ein Gebäude der Deutschen Post wurde deshalb geräumt. Später stellte sich heraus: In dem Paket befand sich eine thailändische Durian, auch "Stink- oder Kotzfrucht" genannt.

Zuvor hatten mehrere Mitarbeiter der Post über gesundheitliche Beschwerden geklagt, nachdem sie am Samstagmorgen die Gase eingeatmet hatten. Da zunächst unklar war, was sich in dem Paket befand, wurde der Großeinsatz ausgelöst. Das Gebäude mit den rund 60 Mitarbeitern wurde geräumt, wie die Polizei mitteilte. Das Paket wurde anschließend im Freien geöffnet und später dem 50 Jahre alten Empfänger in Schweinfurt übergeben.

Mit Konsequenzen müssen weder Absender noch Empfänger rechnen, denn es ist nicht verboten, Lebensmittel zu verschicken. Bei dem Einsatz mussten zwölf Postmitarbeiter wegen ihrer Übelkeit versorgt werden, sechs von ihnen kamen vorsorglich in ein Krankenhaus.

Durians sind tropische, stachelige Früchte, die zwischen einem und drei Kilo wiegen. Sie haben gelbes, süß schmeckendes Fruchtfleisch. Ihr Geruch wurde schon mit schimmeligem Käse, verrotteten Zwiebeln und totem Fisch verglichen. Durians werden überwiegend in Südostasien gegessen. In Hotelzimmern und öffentlichen Verkehrsmitteln ist ihr Verzehr oft verboten.

Quelle: ntv.de , hul/dpa

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