Politik
Sonntag, 11. Oktober 2020

Angehende Linke-Chefin Für Wissler sind Enteignungen denkbar

Wissler denkt über andere Eigentumsverhältnisse nach.

(Foto: imago images/Michael Schick)

Wissler denkt über andere Eigentumsverhältnisse nach.

(Foto: imago images/Michael Schick)

Ende Oktober wählt die Linke eine neue Parteispitze. Als designierte Co-Chefin gilt die hessische Fraktionschefin Wisseler. In einem Interview plädiert sie für die Änderung von Eigentumsverhältnissen - etwa im Nahverkehr, in der Wohnungswirtschaft und im Energiesektor.

Hessens Linken-Fraktionsvorsitzende Janine Wissler spricht sich für die Enteignung bestimmter Unternehmen aus. "In Fällen wie dem Immobilienkonzern Vonovia halte ich Enteignungen für richtig", sagte sie der "Welt". Denn viele Menschen litten unter steigenden Mieten und dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

Für eine demokratische Gesellschaft, in der alle Menschen eine materielle Absicherung haben, müssten die Eigentumsverhältnisse verändert werden. Ein solcher Schritt sei auch bei Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs, Krankenhäusern und Energiekonzernen wie RWE denkbar.

Die 39-jährige Wissler will zusammen mit Thüringens Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow Bundesvorsitzende ihrer Partei werden. Die bisherigen Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger treten beim Parteitag in Erfurt Ende Oktober nicht wieder für dieses Amt an. Wissler hatte sich im Zusammenhang mit ihrer Kandidatur auch vom trotzkistischen Netzwerk Marx21 distanziert.

Quelle: ntv.de , jwu/dpa

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