Politik
14.07.2018

Heftiger Schlagabtausch in Gaza Hamas: Feuerpause mit Israel vereinbart

Die israelische Luftwaffe flog die schwersten Einsätze seit 2014 in Gaza.

(Foto: imago/UPI Photo)

Die israelische Luftwaffe flog die schwersten Einsätze seit 2014 in Gaza.

(Foto: imago/UPI Photo)

Mörsergranaten und Raketen fliegen vom Gazastreifen nach Israel, die israelische Armee reagiert mit schweren Luftschlägen. Nun ist von einer Feuerpause die Rede. Israels Streitkräfte geben sich aber zurückhaltend.

Nach Israels schweren Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen hat die in dem Palästinensergebiet herrschende radikalislamische Hamas nach eigenen Angaben eine Feuerpause mit Israel vereinbart. Die Hamas habe ein entsprechendes Vermittlungsangebot von Ägypten angenommen, erklärte ihr Sprecher Fausi Barhum. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte dazu lediglich, das weitere Vorgehen der Armee hänge von der Lage vor Ort ab.

Zuvor war der Konflikt zwischen Israel und der Hamas eskaliert. Als Reaktion auf Raketen- und Granatenangriffe aus dem Gazastreifen startete die israelische Armee die schwerste Offensive in dem Palästinensergebiet seit dem Gaza-Krieg 2014. Ministerpräsident Netanjahu drohte, Israel werde "die Stärke unserer Angriffe wenn nötig erhöhen". Ein Vertreter der israelischen Luftwaffe sagte, sein Land sei "auf alle Szenarien vorbereitet".

Gaza spricht von zwei Todesopfern

Die israelische Armee warf der Hamas und anderen Gruppen vor, etwa hundert Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgeschossen zu haben. Ein Teil der Geschosse wurde demnach von der israelischen Luftabwehr abgefangen. Im südisraelischen Sderot in der Nähe des Gazastreifens wurden drei Israelis verletzt, als eine Rakete aus dem Gazastreifen in einem Hausdach einschlug.

Das Gesundheitsministerium im Gazastreifen gab an, bei den Luftangriffen vom Samstag seien westlich von Gaza zwei palästinensische Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren getötet worden. Zudem seien 15 Menschen verletzt worden.

Im Sommer 2014 hatte Israel gegen die Hamas im Gazastreifen Krieg geführt. Bei dem 50-tägigen Armeeeinsatz "Protective Edge" ("Schutzlinie") waren mehr als 2100 Palästinenser getötet worden, ein Großteil davon Zivilisten. Auch 74 Israelis starben, die meisten von ihnen waren Soldaten.

Die Palästinenser fordern ein Ende der vor mehr als zehn Jahren verhängten Gaza-Blockade und ein Rückkehrrecht in das israelische Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948.

Quelle: n-tv.de , bdk/AFP/dpa

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