Dienstag, 11. Januar 2022

"In Rücksprache mit meinem Arzt" Kubicki plant bereits seinen zweiten Booster

Zählt zur vulnerablen Gruppe: FDP-Vize Wolfgang Kubicki.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Israel ist bereits zur zweiten Corona-Auffrischungsimpfung übergegangen. Laut dem Bundestagsvizepräsidenten Kubicki könnte Deutschland schon bald nachziehen. Vorsorglich habe er bei seinem Arzt einen entsprechenden Termin vereinbart, verrät der FDP-Politiker.

Während viele Politiker bei den Bürgern noch für das Boostern werben, nimmt Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki bereits die zweite Corona-Auffrischungsimpfung in den Blick. "Die Zahlen aus Israel zeigen uns, dass die Wirkung der Impfstoffe drei Monate nach der Auffrischungsimpfung erheblich nachlässt", sagte der stellvertretende FDP-Vorsitzende in Berlin. Deshalb sei man dort dazu übergegangen, die vulnerablen Gruppen mit einem zweiten Booster zu versehen.

"Da Ende Februar drei Monate seit meiner ersten Auffrischung verstrichen sind, habe ich in Rücksprache mit meinem Arzt bereits vorsorglich einen entsprechenden Termin ins Auge gefasst." Er gehe davon aus, dass sich die Gesundheitsministerkonferenz bis dahin in dieser Frage positioniert habe, sagte Kubicki.

"Ich zähle mit meinen dann fast 70 Jahren eindeutig zur vulnerablen Gruppe." Natürlich werde er mit seinem Arzt das weitere Vorgehen überdenken, wenn die Daten aus Israel zeigten, dass ein zweiter Booster als nicht sinnvoll anzusehen sei.

Kubicki zählt einerseits zu den engagierten Impfbefürwortern, lehnt eine Impfpflicht andererseits jedoch ab. "Entscheidend ist, dass das wesentliche Argument, man lässt sich impfen, um einen Fremdschutz zu erreichen, sich als falsch herausgestellt hat", sagte er im ZDF-Morgenmagazin. Es lasse sich daher nicht rechtfertigen, Menschen gegen ihren Willen zu zwingen, sich impfen zu lassen. Kubicki gehört auch zu den Urhebern eines Antrags im Bundestag, der sich gegen eine allgemeine Impfpflicht wendet.

Quelle: ntv.de , mdi/dpa

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