Politik
08.03.2019

Politische Sabotage? Stromausfall taucht Venezuela ins Dunkel

Der Stromausfall führte in der Hauptstadt Caracas zu einem Verkehrschaos.

(Foto: REUTERS)

Der Stromausfall führte in der Hauptstadt Caracas zu einem Verkehrschaos.

(Foto: REUTERS)

Im Krisenstaat Venezuela gehen plötzlich die Lichter aus: In weiten Teilen des Landes ist der Strom weg. Präsident Maduro macht seine politischen Feinde für den Ausfall verantwortlich.

Ein massiver Stromausfall hat weite Teile von Venezuela in Dunkelheit versinken lassen. Am Donnerstagabend gab es Medienberichten zufolge in weiten Teilen des südamerikanischen Landes kein Licht. In der Hauptstadt Caracas kam es zu einem Verkehrschaos. Mitten im Feierabendverkehr fiel die Metro aus, zahlreiche Ampeln funktionierten nicht.

Informationsminister Jorge Rodríguez sprach von Sabotage und machte Feinde der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro für den Stromausfall verantwortlich. "Das Ziel war, das venezolanische Volk für mehrere Tage von der Stromversorgung abzuschneiden", sagte er. "Das wird diesen Kriminellen nicht gelingen."

Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó liefern sich seit Wochen einen erbitterten Machtkampf. "Dieser vom US-Imperialismus angekündigte und angeführte Strom-Krieg gegen unser Volk wird scheitern", schrieb Maduro auf Twitter.

Guaidó hingegen machte Maduros Regierung für den Stromausfall in dem krisengebeutelten Land verantwortlich. "Das Volk weiß, dass das Licht kommt, wenn die unrechtmäßige Machtübernahme endet", schrieb er auf Twitter. Guaidó spricht Staatschef Maduro die Legitimation ab und will selbst die Regierungsgeschäfte übernehmen.

Quelle: n-tv.de , ftü/dpa

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