Technik
06.10.2018

Die meisten Opfer ertrinken Zu viele Selfies enden tödlich

Auch auf Berggipfeln können Selfies sehr riskant sein.

(Foto: imago/Westend61)

Auch auf Berggipfeln können Selfies sehr riskant sein.

(Foto: imago/Westend61)

Manche Menschen riskieren Kopf und Kragen, um ein möglichst spektakuläres Selbstporträt zu produzieren. Wissenschaftler ermitteln, welche Selfies besonders gefährlich sind und welche Praktiken am häufigsten tödlich enden.

Immer wieder bekommt man mit, dass irgendwo auf der Welt eine meist junge Person dabei gestorben ist, wie sie gerade ein außergewöhnliches Selfie schießen wollte. So musste die Tageszeitung "Hindustan Times" im Mai beispielsweise berichten, dass ein Mann dabei zerfleischt worden sei, wie er ein Selfie mit einem verwundeten Bären knipsen wollte. Indische Wissenschaftler gehen in einer Studie darauf ein, wie viele Selfie-Todesfälle es in den vergangenen Jahren gab - und was die Hauptursachen dafür waren.

Junge Männer trifft es am häufigsten

Zwischen Oktober 2011 und November 2017 gab es demnach insgesamt 259 berichtete Todesfälle. Das Durchschnittsalter der Opfer liege bei knapp unter 23 Jahren, während 72,5 Prozent der Tode auf Männer entfallen. Die meisten Selfie-Tode wurden in Indien, Russland, den USA und Pakistan verzeichnet.

Die häufigste Todesursache ist dabei Ertrinken. In dem angegebenen Zeitraum wurden 70 Menschen unter anderem von Wellen davongespült oder wollten Selfies in Wassernähe knipsen, ohne dass sie schwimmen konnten. Die zweithäufigste Ursache, mit 51 Opfern, sind Unfälle im Verkehr: Besonders häufig werden Personen von fahrenden Zügen erfasst. Den dritten Platz (48 Vorfälle) teilen sich Tode durch Feuer und Stürze, beispielsweise von einer Klippe. Die meisten der insgesamt elf Tode in Zusammenhang mit Handfeuerwaffen sollen sich übrigens in den USA ereignet haben.

Um die Zahl der Todesopfer zu minimieren, schlagen die Wissenschaftler die Einführung von "No-Selfie-Zonen" vor - besonders an womöglich gefährlichen Touristenattraktionen wie auf Bergen, auf hohen Gebäuden oder an Seen und Meeren.

Quelle: n-tv.de , kwe/spot

Mehr zum Thema
X
n-tv - Privacy Center

Diese Webseite verwendet pseudonyme Daten der Webseitenbesucher.

Diese werden z.B. verwendet, um die Webseite zu verbessern, die Reichweite zu messen oder passende Werbung auszuspielen.

Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung