Wirtschaft
Mittwoch, 15. April 2020

Reichster Mensch noch reicher Bezos verdient Milliarden durch Corona-Krise

Jeff Bezos besitzt stolze 138,5 Milliarden Dollar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Jeff Bezos besitzt stolze 138,5 Milliarden Dollar.

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In der Corona-Krise erlebt der größte Onlinehändler der Welt einen riesigen Ansturm: Das spiegelt auch die Amazon-Aktie wider, die in Zeiten mauer Kurse Rekordhöhen erreicht. Davon profitiert niemand so sehr wie Konzerngründer Jeff Bezos, der seinen Vorsprung auf Bill Gates ausbaut.

Die Corona-Pandemie legt die US-Wirtschaft lahm, Millionen Amerikaner müssen Abstriche machen, doch der reichste Mensch der Welt wird noch reicher: Das Vermögen von Amazon-Chef Jeff Bezos ist seit Jahresbeginn um 24 Milliarden auf 138,5 Milliarden Dollar, umgerechnet 126,1 Milliarden Euro, gestiegen. Das hat eine Berechnung des Bloomberg Billionaires Index ergeben. In der Summe nicht enthalten ist das knapp 40 Milliarden Dollar schwere Aktienpaket, das Bezos' Ex-Frau MacKenzie vergangenes Jahr bei der Scheidung erhalten hat.

Zweitreichster Mensch ist demnach Microsoft-Gründer Bill Gates. Sein Vermögen ist Bloomberg zufolge seit Jahresbeginn um 8,4 Milliarden Dollar auf 105 Milliarden Dollar geschrumpft. Auf Platz drei liegt der französische Luxusgüter-Unternehmer Bernard Arnault mit einem Vermögen von 77,3 Milliarden Dollar. Er musste seit Jahresanfang Verluste von 28 Milliarden Dollar verkraften.

Grund für den anhaltenden Reichtum von Bezos ist der anhaltende Höhenflug der Amazon-Aktie. Allein am Dienstag legte sie um gut fünf Prozent zu und erreichte trotz schwerer Wirtschaftskrise ein neues Rekordhoch. Davon profitiert Konzerngründer Bezos als Großaktionär am meisten.

Amazons Lieferdienste sind in der Corona-Krise wegen global geltender Kontaktbeschränkungen sehr gefragt. Der Ansturm ist so groß, dass viele Kunden derzeit lange auf ihre Bestellungen warten müssen. Manche, nicht-essenzielle Produkte hat der Onlinehändler in den letzten Wochen aufgrund der gestiegenen Nachfrage sogar aus dem Sortiment genommen. Am Montag kündigte das Unternehmen schließlich an, weitere 75.000 Mitarbeiter anzuheuern, um den großen Andrang bewältigen zu können. Die Mitteilung kam knapp einen Monat, nachdem der Konzern bereits die Einstellung von rund 100.000 neuen Beschäftigten angekündigt hatte.

Amazon wird allerdings vorgeworfen, in der Corona-Krise nicht genug für den Mitarbeiterschutz zu tun. Der Konzern ist mit Protesten konfrontiert und steht wegen umstrittener Kündigungen in der Kritik. Anleger stört das jedoch nicht, trotz des allgemeinen Kurssturzes an den Börsen, ist die Amazon-Aktie seit Jahresbeginn um fast ein Viertel gestiegen.

Quelle: ntv.de , chr/dpa

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