Freitag, 28. Mai 2021

Züge sollen pünktlicher werden Deutsche Bahn macht ICE4 noch schneller

Die neueste Generation des ICE ist seit 2017 im Einsatz.

(Foto: dpa)

Fernreisende unter anderem zwischen München und Berlin können sich auf eine neue Spitzengeschwindigkeit im ICE4 der Bahn freuen. Auch plant der Staatskonzern einen Ausbau seiner Schnellstrecken - bis die in Betrieb sind, dürfte es aber noch dauern.

Die Deutsche Bahn rüstet ihre neueste ICE-Generation technisch auf: Ab Anfang August soll der ICE4 dadurch erstmals Geschwindigkeiten von bis zu 265 Kilometern pro Stunde erreichen können, hieß es aus Bahnkreisen. Mit der neuen Spitzengeschwindigkeit soll sich demnach auch die Pünktlichkeit verbessern. Unter anderem auf den Strecken Köln-Rhein/Main, Göttingen-Hannover und München-Berlin sollen die Züge das neue Tempo auch ausfahren können. Bislang lag das Höchsttempo bei 250 Stundenkilometern.

Der ICE4 ist seit 2017 im Regelbetrieb im Einsatz. Insgesamt 137 Züge hat die Deutsche Bahn beim Technologie-Konzern Siemens bestellt, von denen inzwischen 75 ausgeliefert sind. Alle drei Wochen komme ein weiterer Zug hinzu, betont die Bahn. Bis 2024 soll die gesamte ICE4-Flotte ausgeliefert sein.

Die neueste ICE-Generation ist auch mit 265 Stundenkilometern noch deutlich langsamer als der Vorgänger, der ICE3. Dieser kann Geschwindigkeiten von bis zu 330 Kilometern pro Stunde erreichen. An diesem Samstag werden die Intercity-Express-Hochgeschwindigkeitszüge der Deutschen Bahn 30 Jahre alt. Am 29. Mai 1991 wurde der ICE1 offiziell eingeweiht. Wenige Tage später, am 2. Juni, nahmen die ersten Züge den Linienbetrieb auf.

Streckenausbau soll bis zu zwölf Jahre dauern

Zugleich will die Bahn die Zahl der Hochgeschwindigkeitsstrecken in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. "Wir werden die Hochgeschwindigkeitsstrecken mittelfristig um 50 Prozent ausbauen - von jetzt 1000 auf dann 1500 Kilometer", sagt Bahn-Vorstand Ronald Pofalla den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mehr Tempo soll es demnach unter anderem auf den Strecken zwischen Stuttgart und Ulm, Frankfurt und Mannheim sowie Hannover und Hamburg geben.

Auf einen genauen Zeitrahmen wollte Pofalla sich nicht festlegen. "Jedes größere Infrastrukturprojekt, das wir planen, ist von Protesten und Einwänden begleitet", sagte er. Realistisch sei ein Zeitrahmen von mindestens zehn bis zwölf Jahren.

Quelle: ntv.de , mbe/dpa

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