Wirtschaft
Samstag, 28. September 2019

Neue Probleme für Boeing Luftfahrtaufsicht meldet 737-Risse

Die 737 NG ist die dritte Generation der beliebten Boeing-Reihe.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die 737 NG ist die dritte Generation der beliebten Boeing-Reihe.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Die Boeing 737 Max darf nach zwei Abstürzen seit März nicht mehr fliegen. Bei einer Inspektion fällt nun eine Maschine des Vorgängermodells mit Problemen an Rumpf und Flügeln auf. Berichten zufolge besteht ein "ernsthaftes Risiko".

Boeing hat erneut technische Probleme mit Flugzeugen seiner 737-Serie. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Untersuchungen und Reparaturen an einigen Maschinen der "New Generation"-Reihe angeordnet. Ursache seien Strukturrisse, die bei einer Inspektion an einem stark genutzten Flugzeug entdeckt worden seien, heißt es in einer Mitteilung. Boeing habe über das Problem informiert.

Wie viele Maschinen von den Inspektionen betroffen sind, teilte die FAA nicht mit. Boeing erklärte, das Unternehmen sei mit den Fluggesellschaften in Kontakt, es seien aber "keine Probleme während des Betriebs gemeldet worden". Laut dem Sender Komo News geht es um die Verbindung zwischen Rumpf und Flügeln. Eine Fehlfunktion während des Fluges könne zu einem ernsthaften Risiko werden.

Bei der 737 New Generation (NG) handelt es sich um die dritte Generation des meistverkauften Boeing-Flugzeugs. Die Reihe ist seit 1997 im Einsatz und das Vorgängermodell der modernen 737 Max, die seit März nach zwei Abstürzen binnen fünf Monaten am Boden bleiben muss. Die Max-Modelle sind laut Boeing von den neuen Problemen nicht betroffen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) hatte Boeing zuletzt Versäumnisse bei der Entwicklung und Zulassung der Max-Reihe attestiert. Sowohl das Unternehmen als auch die FAA hätten falsch eingeschätzt, wie Piloten auf Warnmeldungen bei Fehlfunktionen reagieren würden, hieß es in einem Bericht. Die FAA müsse sich bei der Zulassung von Flugzeugen auf eine realistischere Sicht auf das zu erwartende Pilotenverhalten stützen.

Quelle: ntv.de , chr/rts

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