Wissen
26.10.2018

Mega-Sturm im Pazifikraum Hurrikan radiert Insel bei Hawaii aus

East Island war die Heimat für Hawaii-Mönchsrobben.

(Foto: imago/Bluegreen Pictures)

East Island war die Heimat für Hawaii-Mönchsrobben.

(Foto: imago/Bluegreen Pictures)

An den Hauptinseln von Hawaii zog der Monstersturm "Walaka" Anfang Oktober knapp vorbei - ohne größere Schäden zu verursachen. Auf Satellitenbilden ist nun allerdings zu sehen, dass eine ganze Insel in einem Meeresschutzgebiet verschwunden ist.

East Island war nur 4,5 Hektar groß und von Menschen unbewohnt. Für die Tier- und Pflanzenwelt war die abgelegene Insel im Meeresschutzgebiet Papahanaumokuakea östlich von Hawaii aber von großer Bedeutung. Vom Aussterben bedrohte Hawaii-Mönchsrobben und Grüne Meeresschildkröten haben mit East Island einen ihrer wichtigsten Lebensräume verloren.

Denn wie Wissenschaftler auf Satellitenaufnahmen feststellten, wurde die Insel vom Hurrikan "Walaka" fast vollständig ausradiert. Bilder der US-Behörde Fish and Wildlife Service von East Island vor und nach dem Sturm zeigen, dass die Insel weitgehend verschwunden ist. "Walaka" war einer der stärksten Stürme, die jemals im Pazifik beobachtet wurden.

Anfang Oktober zog er nördlich der bewohnten Inseln an Hawaii vorbei, wo er keine größeren Schäden verursachte. East Island jedoch wurde von einer Sturmflut fast vollständig unter Wasser gesetzt. Das genaue Ausmaß der Zerstörung im Schutzgebiet Papahanaumokuakea sei noch unklar, berichtet das Nachrichtenportal "Honolulu Civil Beat". Laut der zuständigen US-Behörde soll ein Team in Kürze vor Ort die Schäden untersuchen.

"Riss in der Mauer der Artenvielfalt"

Klimawissenschaftler Charles Fletcher von der Universität von Hawaii hatte die Insel zuletzt im Juli 2018 im Rahmen seiner Forschung zu den Auswirkungen des Klimawandels und des Anstieg des Meeresspiegels auf die pazifischen Insel besucht.

Wie Fletcher "Honolulu Civil Beat" sagte, ging er davon aus, dass East Island im Meer versinken würde, allerdings erst im Laufe der kommenden Jahrzehnte und nicht über Nacht. "Das ist ein weiterer Riss in der Mauer der Artenvielfalt dieses Planeten, die niedergerissen wird", so Fletcher.

Quelle: ntv.de , mbo

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