Kritik an Tuchel im Netz? Klopp wehrt sich gegen "verrückte Welt"
Jürgen Klopp wehrt sich gegen Falschmeldungen im Internet über vermeintliche Aussagen von ihm über das englische WM-Scheitern und Trainer Thomas Tuchel. Er habe viele Nachrichten bekommen. In sozialen Netzwerken werde behauptet, dass er sich zu diesen Themen geäußert habe. "Das ist nicht wahr. Ich habe mit niemandem gesprochen für die letzten drei, vier, fünf Tage", sagte der 59-Jährige auf Englisch in einem Instagram-Video, das er nach eigenen Angaben auf seinem Sofa aufgenommen hat.
Klopp ist bei der WM als Experte für MagentaTV aktiv, war aber rund um die Halbfinals nicht im Einsatz. England hatte den Einzug ins Endspiel mit 1:2 gegen Argentinien verpasst. Thomas Tuchel war danach als englischer Trainer in die Kritik geraten, da sein Team eine 1:0-Führung mit einer sehr defensiven Taktik verspielt hatte.
Sein nächster Auftritt sei erst wieder beim Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21 Uhr/MagentaTV und ZDF), betonte Klopp. "Verrückte Welt, verrückte Welt, aber glaubt nicht alles, was ihr lest. Dieses Mal ist es definitiv falsch", betonte der frühere Bundesligatrainer. Klopp steht kurz vor einem Engagement als deutscher Nationaltrainer. Er soll einen Vertrag bis zur WM 2030 unterschreiben.
Schwimm-Legende van Almsick haut Goretzka in die Pfanne
Wie viele deutsche Fußball-Fans ist auch Schwimm-Legende Franziska van Almsick von der Leistung der Nationalmannschaft bei der WM enttäuscht. Im Podcast "Kerners 11" von Moderator Johannes B. Kerner nimmt die 48-Jährige vor allem einen DFB-Spieler ins Visier, der sich im Elfmeterschießen gegen Paraguay weggeduckt habe.
"Ich fand, das war eine ganz blöde Vorstellung unserer Jungs. Da ist ein Spieler dabei, von dem ich wirklich menschlich sehr enttäuscht bin. Weil es offensichtlich eine Reaktion gab, die zeigte, dass er nicht den Elfmeter schießen will und wenn sich jemand offensichtlich da rausnimmt und keine Verantwortung übernimmt, was ich so nicht erwartet hätte", holte van Almsick aus.

DFB-Elf verschießt albtraumhaft drei Elfmeter
Auf Kerners Zwischengrätsche, dass damit Leon Goretzka gemeint sei, legte die frühere Weltklasse-Schwimmerin nach: "Absolut. Das war für mich die Kirsche auf der Torte. Das hat ganz, ganz viel über die Mannschaft ausgesagt. Ich finde, man muss kritikfähig sein. Das ist das, was mich am meisten an unserer Gesellschaft, aber auch jetzt bei unserer Fußball-WM oder den Spielen unserer Nationalmannschaft ärgert. Kritikfähig zu sein und Verantwortung zu übernehmen."
FC Bayern tütet Millionen-Deal mit Tech-Gigant aus den USA ein
Der FC Bayern München erweitert seinen Sponsoren-Pool um ein weiteres Schwergewicht. Dem deutschen Rekordmeister winken dadurch weitere Millionen-Einnahmen. Wie die "TZ" am Freitag berichtete, hat der deutsche Branchenprimus sich auf eine Zusammenarbeit mit Google geeinigt. Dem Bericht zufolge wird die Zusammenarbeit bis mindestens 2029 laufen.
Die Verhandlungen mit dem Tech-Riesen liefen demnach bereits seit längerer Zeit und sind nun abgeschlossen. Der Zeitung liegt sogar ein Foto vor, auf dem Marketing und Vertriebs-Vorstand Rouven Kasper mit Anne-Katrin Hübel, Senior Director Marketing DACH bei Google auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße posiert. Auch die Laufzeit bis 2029 wurde durch den Flock auf dem Trikot verraten. Einzig die offizielle Bestätigung steht noch aus.
Sport.de
powered by sport.de - Transfer-Gerüchte, News und Liveticker - alle Infos aus der Welt des Sports finden Sie hier!
Der Deal reiht sich in eine Reihe an neuen Vertragsabschlüssen ein. Erst vor einigen Wochen hatten die Münchner ihre Partnerschaft mit Coca Cola um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert, kurz darauf wurde Ledvance als offizieller Lichtpartner verkündet.
Deschamps appelliert vor Spiel um Platz 3 an seine Les Bleus
Vor seinem letzten Spiel als Frankreichs Nationaltrainer hat Didier Deschamps an die Moral seiner Spieler appelliert. "Wir haben die Verpflichtung, alles zu geben und das letzte Ziel zu erreichen. Wir müssen das Spiel respektieren. Es ist eine WM", sagte der 57-Jährige. "Die französische Nationalmannschaft ist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist."
Am Samstag (23 Uhr/MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) trifft Frankreich in Miami auf England im Spiel um Platz drei. Sein englischer Amtskollege Thomas Tuchel hatte zuvor gesagt, dass niemand dieses Spiel spielen wolle, weil beide Mannschaften das Endspiel erreichen wollten. Verteidiger Ibrahima Konaté bestätigte das: "Natürlich ist das so. Aber wir spielen immer noch für Frankreich. Wir müssen das Trikot respektieren."
Zudem geht es auch um Deschamps, der nach 14 Jahren aufhören wird. "Es ist wahr, dass wir dem Trainer etwas zurückgeben wollen. Er hat so viel für uns getan. Wir müssen dankbar sein", sagte der frühere Liverpool-Verteidiger.
Gewaltiger Millionen-Regen für SC Freiburg fix
Der Schweizer Fußball-Nationalspieler Johan Manzambi wechselt vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg zu Aston Villa nach England. Medienberichten zufolge beträgt die für den Sport-Club historische Ablösesumme bis zu 70 Millionen Euro. Bislang waren Kevin Schade und Merlin Röhl mit jeweils 25 Millionen Euro die teuersten Verkäufe der Vereinsgeschichte. "Der gemeinsame Weg von der U19 ins Europa League-Finale war sowohl für Johan als auch für uns besonders. Nach wirklich intensiven Gesprächen und Verhandlungen in den vergangenen Wochen profitieren beide Seiten von der gefundenen Lösung", sagte Freiburgs Vorstand Jochen Saier.
Manzambi hatte sowohl in der abgelaufenen Bundesliga-Saison als auch bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko für Furore gesorgt, ehe er von einer Verletzung ausgebremst wurde. Zunächst galt Newcastle United als Favorit auf eine Verpflichtung des 20-Jährigen. Doch am Ende machte der Europa-League-Sieger, der sich im Finale gegen die Breisgauer durchgesetzt hatte (3:0), das Rennen. Nach Informationen des "Kicker" und von Sky soll das Gesamtpaket aus Basisablöse und möglichen Boni bis zu 70 Millionen Euro betragen. Der Sport-Club nannte keine Details.
Frankfurt-Boss räumt Fehler bei Immobilien-Deal ein
Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche hat Fehler in der Kommunikation rings um ein Grundstücksgeschäft in Kroatien eingeräumt, einen Interessenkonflikt aber bestritten. Dem "Kicker" sagte Krösche, er habe das Grundstück auf einer Insel als Privatperson gekauft und gehe mit seinem Privatleben nicht öffentlich hausieren.
"Im Nachhinein wäre mehr Offenheit, insbesondere dem Aufsichtsrat gegenüber, sicherlich klüger gewesen. Das war mein Fehler, das würde ich heute anders handhaben", fügte der 45-Jährige mit Blick auf Eintracht Frankfurt hinzu. Zuvor hatte am vergangenen Wochenende die "Bild am Sonntag" über das Geschäft berichtet.
Der Sportvorstand sagte, er habe das Grundstück auf einer Insel in Kroatien nach einem Tipp des Spielerberaters Andy Bara erworben, aber nicht von dessen Frau, sondern zu einem marktüblichen Preis von der damaligen Eigentümerin. Ein Teil sei eine Grünfläche gewesen, die er als Ausländer damals nicht habe erwerben dürfen. Dies habe Baras Frau getan und ihm ein Vorkaufsrecht eingeräumt. All dies sei transparent einsehbar.
Fürst Albert heizt Spekulationen um Rad-König Pogacar an
Fürst Albert II. von Monaco hat die Spekulationen um einen Start von Tadej Pogacar bei der spanischen Vuelta mit Start im Stadtstaat angeheizt. "Tadej Pogacar hat seine Teilnahme am Start zugesagt, wir werden sehen", wurde der 68-Jährige von der Sportzeitung "L'Équipe" zitiert. Am Freitag besuchte er die 13. Etappe der Frankreich-Rundfahrt, bei der Rad-Star Pogacar die Gesamtwertung anführt.
Offen bleibt, ob Fürst Albert mit seiner Aussage einen sportlichen Start Pogacars oder lediglich dessen Anwesenheit beim Auftakt meinte. Denn der viermalige Tour-Champion lebt in Monaco. Pogacar hat bislang einmal bei der Vuelta mitgemischt. Doch der Gesamtsieg fehlt dem 27-Jährigen noch in seiner Trophäensammlung. Zuletzt mehrten sich die Meldungen, dass Pogacar bei der Spanien-Rundfahrt startet. Bislang ist das nicht offiziell bestätigt.
Pogacars größtem Konkurrenten Jonas Vingegaard aus Dänemark gelang es zuletzt durch den Triumph beim Giro d'Italia, bei allen drei großen Landesrundfahrten zu gewinnen. Nur acht Fahrern gelang dieses Kunststück - dazu zählt auch die belgische Legende Eddy Merckx.
Neymar gönnt sich nach WM-Frust gigantische Luxus-Jacht
Nach dem ernüchternd frühen WM-Aus im Achtelfinale hat Brasiliens Fußballstar Neymar eine neue Ablenkung. Die "Enejota" ist zwei Jahre lang vom Schlepper zur Superjacht umgebaut worden. Der 34-Jährige ist für seinen aufwändigen Lebensstil bekannt.

Neymar erweitert Luxus-Sammlung um besondere Jacht
Matthäus versteht Wechselwunsch von Bayern-Star Olise
Obwohl Real Madrid vor Wochen eine Kontaktaufnahme zu Michael Olise vom FC Bayern energisch verneint hat, reißen die Gerüchte über einen Transfer des Franzosen zu den Königlichen nicht ab. Zuletzt berichtete gar "L'Equipe" von einem Wechselwunsch des 24-Jährigen. Sollte dies zutreffen, hat Lothar Matthäus Verständnis für Olise. "Natürlich will jeder irgendwann mal für Real Madrid spielen", sagte der Rekordnationalspieler.
Aber: Matthäus geht fest davon aus, dass Olise in München bleibt. "Ich glaube nicht, dass Real Madrid da eine Chance hat", so Matthäus. Zwar dürfe Real Madrid den Wunsch nach diesem Transfer hegen, "aber die Möglichkeit, dass Olise im nächsten Jahr bei Madrid spielt, schätze ich eigentlich auf null".
Der FC Bayern hat Olise (Vertrag bis 2029) für unverkäuflich erklärt. Matthäus verwies zudem auf die nach wie starke Rolle von Klub-Patron Uli Hoeneß. "Gerade Uli Hoeneß ist ja jemand, der dann im Endeffekt schon ein starkes Wort hat. Wenn Uli sagt, der Spieler bleibt - egal, wer anruft, wer ein Angebot schickt - dann bleibt dieser Spieler", sagte der Weltmeister von 1990.
Bericht: Überwältigende Mehrheit für Infantino in Sicht
FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht sich im Laufe der WM massiver Kritik ausgesetzt, seiner Wiederwahl im kommenden Jahr steht aber wohl nur wenig entgegen. Der britische "Guardian" berichtet, dass über 200 Mitgliedsländer der FIFA Infantino ihre formale Zustimmung zugesichert haben sollen.
Demnach haben nur eine Handvoll Länder bisher nicht einen Unterstützerbrief für Infantino unterzeichnet. Zu den Nicht-Unterzeichnern gehört auch der DFB, wie der Verband jüngst bestätigte. Beim FIFA-Kongress im März könnte der Schweizer mit großer Mehrheit für eine vierte Amtszeit gewählt werden. Aktuell ist Infantino der einzige Kandidat.
Infantino war 2016 auf Joseph Blatter gefolgt und zweimal jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt worden. Laut Statuten wäre eine erneute Amtszeit bis 2031 seine letzte als FIFA-Chef.
Verstappen kontert Gerüchte mit Bestzeit
Ex-Weltmeister Max Verstappen ist im ersten Formel-1-Training vor dem Großen Preis von Belgien die schnellste Runde gefahren. Der 28-jährige Niederländer setzte sich auf dem legendären Kurs von Spa-Francorchamps im Red Bull in 1:47,070 Minuten mit 0,145 Sekunden vor Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Ferrari durch. Den dritten Platz belegte Charles Leclerc im zweiten Ferrari, WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli musste sich im Mercedes mit dem sechsten Rang begnügen.
Auf der mit 7,004 Kilometer längsten Runde im Formel-1-Kalender zeigte sich Verstappen auf seiner Lieblingsstrecke, auf der er schon dreimal gewinnen konnte, vor allem im Mittelsektor stark. Vor der ersten Ausfahrt unweit der deutschen Grenzen hatten Spekulationen um die Zukunft des einstigen Dominators für viel Unruhe gesorgt. Noch ist nicht klar, ob er auch nach dieser Saison für Red Bull fährt. Eine Ausstiegsklausel könnte schon vor seinem eigentlichen Vertragsende 2028 dafür sorgen, dass er das Team verlässt.
Kurioser Elfmeter löst Tumulte in Malta aus
Ein umstrittener Handelfmeter hat in der Qualifikation zur Conference League zu Tumulten geführt. Beim Erstrunden-Rückspiel zwischen den Hamrun Spartans aus Malta und dem färingischen Klub NSI Runavik zeigte Schiedsrichter Jérémy Müller (Luxemburg) in der Nachspielzeit auf den Punkt, nachdem Hamruns Kapitän Emerson den Ball zum Abstoß bereitgelegt hatte. Das Spiel war noch nicht unterbrochen gewesen, obwohl der Ball nach Ansicht der Gastgeber zuvor im Toraus war.
Petur Knudsen verwandelte den Strafstoß (90.+4) allen Protesten zum Trotz zum 2:1 (1:0)-Siegtreffer für die Gäste, die nach dem 1:1 im Hinspiel in die zweite Runde einzogen. Emerson ließ sich nach dem Elfmeter unter Tränen auswechseln, nach dem Schlusspfiff bestürmten Spieler und Offizielle der Spartans das Unparteiischen-Gespann. Die offizielle UEFA-Statistik weist drei Rote Karten aus, die Schiedsrichter mussten unter Polizeischutz vom Platz eskortiert werden.
Nach Angaben des Klubs aus Runavik mussten Spieler, Betreuer und Fans von NSI nach dem Spiel im Stadion ausharren, da heimische Anhänger den Mannschaftsbus umstellt gehabt hätten. Zusätzliche Polizeikräfte seien angefordert worden, nach geraumer Zeit habe die Reisegruppe schließlich in den Bus steigen und zum Hotel fahren können.
Klopp hat nur noch einen WM-Einsatz
Jürgen Klopp wird als WM-Experte von MagentaTV nur noch das Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag in East Rutherford begleiten. Ab 18.30 Uhr (Anstoß 21.00 Uhr, alle Zeiten MESZ) geht der wahrscheinlich künftige Fußball-Bundestrainer beim Streamingdienst mit den 2014er-Weltmeistern Thomas Müller und Mats Hummels sowie mit Olympiasiegerin Tabea Kemme, Laura Wontorra und Johannes B. Kerner auf Sendung.
Beim Spiel um Platz drei am Samstag (23.00 Uhr) in Miami, dem letzten von insgesamt 44 Magenta-Exklusivspielen, ist Klopp hingegen nicht im Einsatz. Kemme wird das Spiel zwischen Frankreich und England als Expertin begleiten, mit dabei sind auch Wontorra und Kerner.
Das Endspiel überträgt auch das ZDF ab 19.30 Uhr mit dem bekannten Expertenteam aus Friederike Kromp, Christian Streich, Christoph Kramer und Per Mertesacker. Kramer und Mertesacker werden vor Ort in New York sein. Moderator ist Jochen Breyer.
Rauchschwaden: Ist das WM-Finale bedroht?
Die berühmte Skyline Manhattans war in orangefarbene Rauchschwaden gehüllt, die zahlreichen Waldbrände in Kanada setzten auch New York trotz mehrerer Tausend Kilometer Entfernung heftig zu. Das mit Spannung erwartete WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntagnachmittag Ortszeit (21 Uhr MESZ/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) wird regelrecht überschattet vom grauen Qualm. "Die Kombination aus gefährlicher Hitze und schlechter Luft stellt eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der New Yorker dar", erklärte Bürgermeister Zohran Mamdani.
Allein in der kanadischen Provinz Ontario sind derzeit fast 200 aktive Brände registriert, der Rauch zog in den letzten Tagen immer weiter Richtung Süden. In mehreren US-Bundesstaaten gelten daher Luftqualitätswarnungen, auf den Sport hatte dies bereits Einfluss. So fiel in Chicago kurzfristig das Wiedersehen von Thomas Müller und Robert Lewandowski aus, die Begegnung ihrer MLS-Klubs Vancouver Whitecaps und Chicago Fire wurde aufgrund kurzfristig abgesagt. Erlösung könnte allerdings am späten Samstagnachmittag kommen. Wie "The Athletic" berichtete, soll dann einsetzender Regen für Abkühlung sorgen und dabei auch den Rauch zumindest in Teilen vertreiben.
Die Löwen ohne Löwe: Neue Aufregung bei 1860
Erst der Zwangsabstieg in die Regionalliga, jetzt auch noch ein neues Logo: Der TSV 1860 München kommt nicht zur Ruhe. Der Verein hat beim Bayerischen Fußballverband ein Logo eingereicht für die anstehende Spielzeit. Genau genommen ist es nicht neu, sondern das alte Wappen, das der Klub schon zwischen 1899 und 1911 nutzte.
Kurios: Löwen sind nicht darauf zu sehen. Stattdessen ein stilisiertes Münchner Kindl, die Wappenfigur der Stadt. Berichten ist der Klub aus lizenzrechtlichen Gründen zur Änderung gezwungen. Die Merchandising-Rechte gehören demnach weiter der Firma von Ex-Investor Hasan Ismaik.
"Nie zufrieden": Kovac treibt BVB-Stars an
Niko Kovac sieht bei Borussia Dortmund noch Luft nach oben. "Als Trainer ist man ja nie zufrieden", sagte der Kroate in einem Interview auf der Vereinswebseite: "Wenn man es runterbricht auf die drei Wettbewerbe, die wir hatten, kann man mit der Bundesliga-Saison zufrieden sein. In den beiden Pokalwettbewerben Champions League und DFB-Pokal haben wir Verbesserungspotenzial." In der Liga holte der BVB in der vergangenen Saison 73 Punkte, die fünftmeisten in der Klubgeschichte. Zwar lagen die Dortmunder ganze 16 Zähler hinter dem FC Bayern, die anvisierte Qualifikation für die Champions League geriet aber nicht in Gefahr. Im Pokal scheiterte Kovacs Mannschaft bereits im Achtelfinale, in der Königsklasse war schon nach der Zwischenrunde Schluss.

Kovac crasht Sky-Schalte beim BVB-Training
"Da wollen wir sicherlich besser performen als noch im letzten Jahr. Jeder Einzelne kann sich verbessern, sowohl technisch, taktisch, körperlich. Wir sind also nicht am Ende, zumal wir jetzt auch noch sehr viele junge Spieler dabei haben", sagte Kovac: "Die Entwicklung, die wir genommen haben, war schon eine sehr, sehr gute. Und doch können wir noch einige Prozentpunkte herauskitzeln." Kovac setzt dabei vor allem auf den Kern seines Teams. "Die Jungs, die schon da waren, wissen genau, worauf wir achten, was wir brauchen, um als Team, als Klub erfolgreich zu sein", erklärte der 54-Jährige, der "wie immer sehr zuversichtlich" ist.
Wettmanipulation: Festnahmen bei Besiktas und Galatasaray
In der Türkei sind bei landesweiten Razzien mehrere Funktionäre von Fußballvereinen festgenommen worden, gegen die Ermittlungen wegen illegalen Sportwetten und Spielmanipulation laufen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, sind unter den 17 Festgenommenen auch Vereinsverantwortliche der bekannten Istanbuler Fußballvereine Galatasaray und Besiktas, deren Aktivitäten zwischen den Jahren 2020 und 2026 untersucht wurden.
Der türkische Justizminister Akin Gürlek schrieb dazu auf X, die zentrale Ermittlungsbehörde für Wirtschaftskriminalität "Masak" habe die Daten der Wettaktivitäten einiger Vereinsfunktionäre ausgewertet und auf dieser Grundlage die Operationen durchgeführt. Um die Glaubwürdigkeit des Sports zu wahren, würden die gerichtlichen Verfahren mit größter Sorgfalt durchgeführt, erklärte Gürlek. Der türkische Fußball befindet sich wegen der Vorwürfe illegaler Sportwetten gegen Schiedsrichter, Spieler und Vereinsfunktionäre seit vergangenem Jahr in einer tiefen Krise. Im Oktober hatte der türkische Fußballverband (TFF) Anschuldigungen bekannt gemacht, laut denen zunächst 152 Unparteiische aktiv Wetten platziert haben sollen. Anschließend wurde auch gegen Vereine und Spieler ermittelt, das Ausmaß der involvierten Personen weitet sich seither aus.
Deutsches Gericht erlässt Verfügung gegen die FIFA
Im Zusammenhang mit dem Verkauf von WM-Tickets hat das Landgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen die FIFA erlassen. Der Beschluss gebe dem Fußball-Weltverband auf, "bestimmte Gestaltungen im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Verbrauchern zu unterlassen", teilte das Gericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen den Beschluss ist Widerspruch möglich. Die Ticketverkaufsplattform Ticombo GmbH als Antragsstellerin wirft der FIFA manipulative Ticketvergabeverfahren vor. Dabei geht es unter anderem um Zeitdruck und die Gestaltung des Kaufablaufs sowie um mangelnde Transparenz auf der Wiederverkaufsplattform des Weltverbands.
Die FIFA steht seit Monaten wegen hoher Preise und ihrer Praktiken beim Ticketverkauf für das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in der Kritik. Auch die US-Justiz beschäftigte sich schon mit dem Thema. Durch ein dynamisches Preismodell schwanken die Beträge, die Fans für Eintrittskarten bezahlen müssen, stark. Auf dem offiziellen Zweitmarkt reguliert die FIFA die Preise zudem nicht und profitiert bei Verkäufen gleich doppelt. Der Weltverband kassiert pro Ticket eine Gebühr von 15 Prozent vom Verkäufer und vom Käufer.
Zu wenig Vertrauen? U19-DFB-Kapitän wendet sich an Bundesliga-Trainer
Francis Onyeka, Kapitän der deutschen U19-Nationalmannschaft, wünscht sich im Lichte des abermaligen WM-Debakels mehr Chancen für Eigengewächse. "Ich finde schon, dass wir sehr viele Talente auch in Deutschland haben", sagte der Spielführer des Vize-Europameisters im ARD-Morgenmagazin, "irgendwann müsste man das Vertrauen von den Bundesliga-Trainern bekommen, Spielminuten. Vielleicht wäre das etwas, was man in Deutschland ändern könnte ..."
Auf die Frage, wie viele seiner Mitspieler aus der erfolgreichen U19-Auswahl es im Profifußball schaffen könnten, antwortete Onyeka: "Hoffentlich so viele wie's geht." Er selbst wählt dafür in der anstehenden Saison den Umweg über eine Leihe von Bayer Leverkusen zum Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg. "Ich muss mich da erstmal beweisen, um Spielzeit zu bekommen", sagte er und versprach: "Genau das werde ich auch machen."
US-Sport lässt grüßen: Weltmeistern winkt ganz besondere WM-Prämie
Erstmals erhält das Weltmeister-Team individuelle Meisterschaftsringe. Insgesamt werden 2026 nummerierte Exemplare gefertigt – 30 davon gehen an die Sieger, die übrigen sollen weltweit für Fans erhältlich sein

Weltmeistern winkt ganz besondere WM-Prämie
Wegen Martinez: In dieser WM-Statistik wird der FC Bayern abgehängt
Von 1982 bis 2026, von Madrid bis nach East Rutherford: Wenn am Sonntag im MetLife Stadium das WM-Finale steigt, dann findet auch eine bemerkenswerte Rekordserie ihre Fortsetzung. Zum zwölften Mal in Folge steht mindestens ein Profi von Inter Mailand im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft. Lautaro Martínez trifft mit Argentinien auf Spanien - und der Stürmer hatte selbst einigen Anteil am Finaleinzug seines Teams. Im Halbfinale gegen England traf er in der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg, schon im Viertelfinale gegen die Schweiz (3:1 n.V.) hatte er für den Endstand gesorgt.

Argentiniens WM-Held bricht bei Interview in Tränen aus
Inter hängt in dieser Statistik nun auch den FC Bayern ab, denn bis 2022 hatten sich beide Klubs die Rekordserie geteilt - auch Bayern-Profis waren seit dem Finale von 1982 in Madrid stets dabei gewesen. Durch das Halbfinal-Aus von Harry Kane mit England sowie von Michael Olise und Dayot Upamecano mit Frankreich endete der Lauf für die Münchner nun aber.
Waldbrand verhindert Spiel, Thomas Müller hat trotzdem Spaß
Happy End: Ein Waldbrand hat zwar das Wiedersehen von Thomas Müller und Robert Lewandowski in der MLS verhindert. Aber getroffen haben sich die beiden Ex-Bayern-Stars trotzdem. Das zeigt ein Foto, das Müller bei Instagram postete. "Nicht ganz das Treffen, das wir uns erhofft hatten, aber es hat trotzdem Spaß gemacht", schrieb er auf Englisch dazu.
Wenige Stunden vor dem Anstoß wurde die Begegnung zwischen Chicago Fire und den Vancouver Whitecaps wegen der schlechten Luftqualität im Großraum Chicago abgesagt. Ursache waren Waldbrände in der Umgebung. Für Whitecaps-Stürmer Müller wäre die Partie das erste Ligaspiel nach der WM-Pause gewesen, für Lewandowski sein Debüt bei seinem neuen Verein. Beide hatten acht Jahre lang Seite an Seite beim FC Bayern gestürmt. Das Spiel soll am 6. Oktober nachgeholt werden.
Aberglaube: Argentiniens Präsident verzichtet auf WM-Finale
Argentiniens Präsident Javier Milei wird das WM-Finale gegen Spanien aus Aberglauben nicht im Stadion verfolgen. "Nein, auf keinen Fall", antwortete Milei in einem Interview des Radiosenders "El Observador" auf die Frage, ob er am Sonntag zum Endspiel in die USA reisen werde. Der Präsident erklärte, er werde das Spiel in East Rutherford wie die bisherigen Partien der argentinischen Nationalmannschaft von seinem Amtssitz Quinta de Olivos in der Provinz Buenos Aires aus verfolgen. Auf die Nachfrage, ob dies Teil einer persönlichen Glücksroutine sei, antwortete er mit "Ja".
Zu seiner Glücksroutine gehört auch, bei den Spielen stets dieselbe Jacke zu tragen. Während des Achtelfinals gegen die Schweiz (3:1 nach Verlängerung) habe er sie kurz ausgezogen. "Ich zog sie aus und wir kassierten ein Tor. Ich zog sie wieder an und habe sie seitdem nicht mehr ausgezogen", sagte Milei. Sollte Argentinien den WM-Titel erfolgreich verteidigen, stelle er den Präsidentenpalast Casa Rosada der Nationalmannschaft für eine Feier zur Verfügung. "An diesem Tag räume ich ihn komplett. Ich habe auf diesem Foto nichts zu suchen", sagte Milei. Die Politik solle sich dieses Fest der Argentinier nicht aneignen.
"Versprechen einlösen": Falklandinseln richten Forderung an FIFA
Die Regierung der Falklandinseln hat den Fußball-Weltverband FIFA nach der politischen Provokation durch argentinische Spieler im WM-Halbfinale zum Handeln aufgerufen. "Wir hoffen, dass die FIFA ihr Versprechen einlöst, die Politik aus dem Sport herauszuhalten, und jegliches Verhalten dieser Art gemäß ihrer eigenen Regeln ahndet", hieß es in einer Mitteilung. Argentinische Spieler hatten nach dem 2:1 gegen England in Atlanta auf dem Platz ein Banner mit der Aufschrift "Las Malvinas son Argentinas" ("Die Falklandinseln sind argentinisch") gezeigt.
Warum die Argentinier den England-Sieg mit Falkland-Banner feiern
In dem Statement erklärte die Regierung der Falklandinseln, dass sie enttäuscht, aber nicht überrascht über das Verhalten des argentinischen Teams sei. Das Parlament der Inselgruppe im Südatlantik wendete sich zudem in einem öffentlichen Brief an das Disziplinarkomitee der FIFA. Zuvor hatte bereits die britische Regierung erklärt, dass sie vom Weltverband eine Untersuchung verlange. Die FIFA verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Deshalb droht dem argentinischen Team nun Ärger.
Pelés Weltmeister-Trikot wird für Millionen versteigert
Das Weltmeister-Trikot von Brasiliens Fußball-Legende Pelé aus dem Jahr 1958 hat für mehrere Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Wie das traditionsreiche Auktionshaus Sotheby's mitteilte, wurde das blaue Jersey mit der gelben Nummer 10 für 4,88 Millionen Dollar (rund 4,3 Millionen Euro) versteigert. Teurer war mit gut 8,1 Millionen Euro bislang nur das Fußball-Trikot von Diego Maradona, das dieser beim 2:1 Argentiniens im WM-Viertelfinale 1986 gegen England getragen hatte.

Auch dank Pelés Doppelpack im Finale von 1958 gegen Schweden (5:2) feierte die Seleção damals ihren ersten von fünf WM-Titeln. Sein Trikot soll er laut Angaben von Sotheby's seinem damaligen Teamkollegen Dida geschenkt haben, der die Nummer 10 zuvor getragen hatte. Demnach wanderte es 1993 aus dem Besitz von Didas Familie in ein Museum zu Ehren von Pelés Mitspieler. Erstmals öffentlich versteigert wurde es 2004 bei Christie's, in den folgenden zwei Jahrzehnten wurde es der Öffentlichkeit aber nicht mehr präsentiert. Pelé war Ende 2022 im Alter von 82 Jahren gestorben.
Ein Deutscher ist beim WM-Finale dabei
Der deutsche Schiedsrichter Bastian Dankert wird beim WM-Finale als Video-Assistent im Einsatz sein. Der Fußball-Weltverband FIFA berief den 46-Jährigen für das Endspiel in East Rutherford zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker). Dankert ist international einer der erfahrensten Video-Schiedsrichter. Das Finale ist sein insgesamt zwölfter Einsatz beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA, jeweils sechsmal war er als Video-Assistent und als unterstützender Video-Assistent gefordert.
Die Partie als Schiedsrichter leiten wird der Slowene Slavko Vincic. Für den 46-Jährigen ist es sein erstes WM-Finale. Im Turnier kommt er zum vierten Mal zum Einsatz, zuvor pfiff er unter anderem das 2:0 von Co-Gastgeber Mexiko gegen Ecuador im Sechzehntelfinale. Sein zuvor größtes Endspiel war das Champions-League-Duell von Real Madrid und Borussia Dortmund (2:0) im Jahr 2024. Dass ein europäischer Schiedsrichter das WM-Finale eines Teams aus Europa gegen eines aus Südamerika pfeift, ist nicht ungewöhnlich. Der Endspielsieg Argentiniens vor vier Jahren gegen Frankreich in Katar wurde vom Polen Szymon Marciniak geleitet.




