Der Sport-Tag
18. Juli 2026
22:54 Uhr

Unfassbare Halbzeit: England deklassiert Frankreich - und es ist noch nicht Schluss

Englands Trainer Thomas Tuchel verzichtet beim Spiel um Platz drei der Fußball-WM gegen Frankreich zunächst auf die Stars Harry Kane und Jude Bellingham. Die beiden besten englischen Feldspieler des Turniers sitzen beim Duell in Miami auf der Bank. Kane wird in der Sturmspitze durch Ivan Toney ersetzt, insgesamt tauschte Tuchel im Vergleich zum 1:2 gegen Argentinien im Halbfinale sieben Spieler in seiner Startformation aus.

Der Erfolg gibt Tuchel bislang recht: Nach Toren von Declan Rice (3. Minute), Ezri Konsa (17.) und Bukayo Saka (37. und 45.+1) führt England völlig überraschend mit 4:0.

Ebenso oft rotierte Didier Deschamps. In seinem letzten Spiel als französischer Nationaltrainer setzt er in der Offensive aber auf die bewährten Kräfte Michael Olise und Torjäger Kylian Mbappé. Die beiden Stars werden diesmal von Désiré Doué und Rayan Cherki unterstützt. Zudem starten Torhüter Mike Maignan und Adrien Rabiot, die auch beim 0:2 gegen Spanien begonnen hatten. 

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Tuchel reagiert patzig auf Reporterfrage zu Trump

21:18 Uhr

BVB startet mit Testspiel-Sieg

Borussia Dortmund hat das erste Testspiel vor der kommenden Saison der Fußball-Bundesliga gewonnen. Gegen den Vizemeister der Regionalliga West, Rot-Weiß Oberhausen, setzte sich der BVB 3:1 (1:1) durch. Dabei standen bei den Dortmundern trotz des Fehlens vieler WM-Teilnehmer und Stammspieler mit Jobe Bellingham und Fabio Silva immerhin zwei Leistungsträger in der Startelf. 

Die Tore für das Team von Cheftrainer Niko Kovac erzielten Neuzugang Justin Lerma (45.), der zur Halbzeit eingewechselte Torjäger Serhou Guirassy (55.) sowie U23-Spieler Takato Yamamoto (78.). Rot-Weiß Oberhausen hatte durch Timur Kesim (5.) die frühe Führung erzielt.

Für Borussia Dortmund beginnt die neue Bundesligasaison am 29. August (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker) mit einem Heimspiel gegen den Hamburger SV. Rot-Weiß Oberhausen hingegen startet bereits am 31. Juli in die Regionalliga West und ist im Eröffnungsspiel (19.30 Uhr) auswärts beim Bonner SC gefordert.

20:46 Uhr

DFB lässt WM-Finale komplett sausen

DFB-Präsident Bernd Neuendorf und die deutschen Fußball-Spitzenfunktionäre verzichten auf einen Besuch des WM-Endspiels. Wie der Deutsche Fußball-Bund auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wird kein Verbandsvertreter und somit auch nicht Neuendorf oder dessen Stellvertreter Hans-Joachim Watzke die Partie zwischen Argentinien und Spanien morgen (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) in der riesigen Arena in East Rutherford verfolgen

Neuendorf hätte als Mitglied des FIFA-Councils um Weltverbandschef Gianni Infantino einen reservierten Platz auf der Ehrentribüne. Watzke gehört als deutsches Mitglied der UEFA-Exekutive ebenfalls zum Führungszirkel der internationalen Fußball-Funktionäre. Das Top-Event zum Abschluss der XXL-WM, das auch US-Präsident Donald Trump als Ehrengast im Stadion verfolgt, ist ein Stelldichein der wichtigsten Entscheider im Weltfußball. 

19:28 Uhr

Nachteil fürs Finale? Spanien sagt Abschluss-Training ab

Spanien hat wegen eines Gewitters auf das Abschlusstraining vor dem WM-Finale verzichtet und geht ohne letzten Test für den zuletzt angeschlagenen Lamine Yamal ins Endspiel gegen Argentinien. Wie Medien berichteten, entschied Trainer Luis de la Fuente wegen des Wetters im Großraum New York die letzte Einheit abzusagen, statt auf ein Zeitfenster ohne Blitz und Donner zu warten. Argentinien um Superstar Lionel Messi begann das eigene Abschlusstraining mit Verzögerung. Die beiden Mannschaften treffen morgen (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) in East Rutherford aufeinander.

Yamal hatte im Halbfinale gegen Frankreich einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen und laut spanischen Medien am Donnerstag nicht trainiert. De la Fuente sagte in der Pressekonferenz vor dem Finale, der 19-Jährige habe am Freitag mit seinen Kollegen auf dem Platz gestanden, betonte aber auch die Wichtigkeit der für Samstag geplanten letzten Einheit. Diesen Test konnte Spanien Yamal und dem ebenfalls angeschlagenen Pedro Porro, der gegen Frankreich das 2:0 erzielt hatte, nun nicht ermöglichen. 

18:52 Uhr

Spaniens Profis winkt Rekord-Geldregen

50 Millionen Dollar für den WM-Titel sind eine Menge Geld. Kein Wunder, dass auch Lamine Yamal und Co. einen Teil der FIFA-Prämie haben wollen - und den bekommen sie, wenn Spanien morgen im Finale Argentinien schlägt. Wie die spanische Sportzeitung "As" berichtete, haben die Spieler mit dem nationalen Verband RFEF ausgehandelt, dass bei einem Triumph 45 Prozent der FIFA-Prämie an den Kader gezahlt wird. Das wären umgerechnet rund 19,7 Millionen Euro und etwa 756.000 Euro pro Spieler.

Mit dem Einzug ins Finale hat sich Spanien bereits eine Mindestausschüttung von 28,8 Millionen Euro für den RFEF gesichert. Würde Argentinien gewinnen, bekämen die Spieler "nur" 40 Prozent (etwa 480.000 Euro pro Person) des Preisgeldes.

17:17 Uhr

Was stimmt nicht mit den Menschen? FIFA löscht absurde Zahl an Hass-Kommentaren

Die Anzahl der Hass-Kommentare im Internet ist während der Fußball-Weltmeisterschaft in Amerika geradezu explodiert. Der Weltverband FIFA löschte im WM-Verlauf mehr als sieben Millionen Beleidigungen, Einschüchterungen oder Drohungen. Dies seien mehr als 14-mal so viele wie noch vor vier Jahren rund um das Turnier in Katar, teilte die FIFA mit. 

Für die Löschung ist der verbandseigene "Dienst zum Schutz vor Anfeindungen in den sozialen Medien" zuständig, der insgesamt 53 Millionen Kommentare moderierte. Zum Finale morgen (21 Uhr MESZ/ZDF, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) zwischen Spanien und Argentinien ist ein weiteres hohes Aufkommen zu erwarten.

2022 waren 470.000 beleidigende oder einschüchternde Kommentare gelöscht worden, das Turnier hatte allerdings 40 Spiele weniger und war kürzer. Die Zahl der von der FIFA gemeldeten Beiträge stieg um das Zehnfache auf mehr als 200.000. 

Zudem wurden mit KI "mehr als eine halbe Million erkannte Nachrichten an Spieler, Trainer und Offizielle geprüft und bewertet". Mehr als 15.000 davon wurden "zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet, während über 1000 besonders schwerwiegende Drohungen den zuständigen Behörden, einschließlich Strafverfolgungsbehörden, gemeldet wurden".

16:11 Uhr

Frage zu Trump geht patzigem Tuchel auf den Zeiger

Nach der Halbfinal-Niederlage Englands gibt es viel Kritik an der taktischen Ausrichtung von Thomas Tuchel - unter anderem von US-Präsident Donald Trump, der sagt, England habe Harry Kane als Defensivspieler eingesetzt. Tuchel reagiert auf einer Pressekonferenz eher einsilbig.

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Tuchel reagiert patzig auf Reporterfrage zu Trump

15:25 Uhr

Deutscher Uralt-Rekord in Leichtathletik geknackt

Wachablösung nach 39 Jahren: Hürdenläufer Emil Agyekum hat beim Diamond-League-Meeting in London den deutschen Uralt-Rekord über 400 m Hürden geknackt und Harald Schmid abgelöst. Der 27 Jahre alte Berliner rannte in London als Zweiter hinter Norwegens Weltrekordler Karsten Warholm (46,61) in 47,45 Sekunden drei Hundertstel schneller als der legendäre Schmid bei der WM 1987 in Rom.

Agyekum, der von Moskau-Olympiasieger Volker Beck trainiert wird, hatte schon am Dienstag in Budapest in 47,58 Sekunden an Schmids Bestmarke gekratzt. Nun stürmte Agyekum in einem starken Feld von der Außenbahn zum Rekord und untermauerte seine Medaillen-Ambitionen für die EM in Birmingham (10. August bis 16. August). Mit dem Diskus kam die dreimalige EM-Dritte Shanice Craft (Mannheim) beim Sieg der zweimaligen Olympiasiegerin Valarie Sion (USA/68,39) nicht über Platz sieben und 60,37 m hinaus.

14:23 Uhr

Wieder Visa verweigert: Nationalteam kann nicht in die USA

Liberias Fußball-Nationalmannschaft hat ein geplantes Freundschaftsspiel gegen das MLS-Team Minnesota United abgesagt. Mehreren Mitgliedern der Mannschaft und der offiziellen Delegation seien Visa für die Einreise in die USA verweigert worden, teilte das liberianische Sportministerium auf Facebook mit. Die Begegnung war für den 26. Juli in Saint Paul im Bundesstaat Minnesota geplant.

Es sei "unmöglich, die erforderliche Delegation zu stellen und die vertraglichen Verpflichtungen innerhalb des vereinbarten Zeitraums zu erfüllen", hieß es weiter. Die Absage erfolgt vor dem Hintergrund der restriktiven Visapolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump nur wenige Tage vor dem Ende der Weltmeisterschaft, während der vielen Fans die Einreise in die USA verweigert worden war. Minnesota United bestätigte die Absage, ohne Gründe zu nennen. "Wir hatten uns sehr darauf gefreut, die liberianische Nationalmannschaft zu begrüßen und die engen Verbindungen zwischen der liberianischen Gemeinde in Minnesota und unserem Verein zu feiern. Aufgrund von Umständen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, mussten wir das Spiel jedoch absagen", so der Verein.

13:33 Uhr

Ex-DFB-Gehilfe Sandro Wagner: "Zu wenige in Topform"

Die Fußball-Weltmeisterschaft geht erst morgen mit dem Finale zwischen Spanien und Argentinien zu Ende, für das DFB-Team ist sie aber bereits seit drei Wochen beendet. Das Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ist allerdings noch immer nicht verdaut. Ex-Co-Trainer Sandro Wagner nimmt neben Julian Nagelsmann auch die Spieler in die Pflicht: "Um bei einer WM was zu reißen, brauchst du Spieler am Limit. Spieler, die richtig gut drauf sind. Und da gehört ganz einfach auch der Spieler dazu, auf dieses Level zu kommen. Wir hatten zu wenige Spieler in Topform. Da ist es mir zu leicht, nur auf den Trainer und aufs Trainerteam zu gehen", sagte er dem "Kicker".

Der 38-Jährige beobachtete, dass eher Nagelsmann die Schuld in die Schuhe geschoben wird: "Es gab so viel Kritik, vor allem an Julian. Weniger an den Spielern, finde ich. Das hat sich ein Stück weit geändert, früher gab es mehr Kritik an den Spielern."

13:10 Uhr

Gosens hofft auf Schalke-Verbleib von "gutem Freund"

Robin Gosens hofft nach seinem Wechsel zu Schalke 04 auf einen Verbleib von Edin Dzeko beim Bundesliga-Aufsteiger. "Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ich einen Freund hier begrüßen darf. Er ist ein wunderbarer Mensch und ein unglaublich toller Fußballspieler. Es ist mein persönlicher Wunsch, dass das klappt", sagte der 32-Jährige. Gosens und Dzeko hatten in der Hinrunde der Saison 2025/26 gemeinsam in Florenz gespielt, zuvor waren beide schon von Januar 2022 bis Sommer 2023 Teamkollegen bei Inter Mailand. "Edin ist mittlerweile ein sehr guter Freund von mir. Gestern habe ich ihm ein Foto von der Kabine geschickt und gesagt: Ich bin schonmal da, was ist mit dir?", so Gosens.

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Beim Glück auf Schalke schmachtet Gosens nur so dahin

Der 40 Jahre alte Dzeko hatte in der Rückrunde der vergangenen Zweitliga-Saison sechs Tore für Schalke erzielt. Seine Zukunft hatte er auch nach seinem WM-Einsatz für Bosnien-Herzegowina offen gelassen.

12:50 Uhr

Messis letzte WM? "Woher soll ich das wissen"

Lionel Scaloni stutzte. Ob die aktuelle Weltmeisterschaft das letzte WM-Turnier von Lionel Messi ist? "Woher soll ich das wissen", sagte Argentiniens Nationaltrainer auf einer Pressekonferenz in New York: "Das müssten Sie ihn fragen. Ich habe keine Ahnung, denn er überrascht mich immer wieder. Das ist eine Frage für ihn." Damit schürte Scaloni bei vielen Fans die Hoffnung, dass Messi bei der WM 2030, die in sechs Ländern ausgetragen wird, noch einmal dabei sein könnte. Ein Spiel findet auf argentinischem Boden in Buenos Aires statt.

7338 Tage oder exakt 20 Jahre nach seinem ersten Einsatz bei einer Weltmeisterschaft wird Messi morgen sein drittes WM-Finale bestreiten. Nach der Endspiel-Niederlage gegen Deutschland 2014 führte er Argentinien vor vier Jahren zum Titel, das aktuelle Finale zwischen dem Titelverteidiger und Europameister Spanien wird für den 39 Jahre alten achtmaligen Weltfußballer das 34. WM-Spiel bei insgesamt sechs Endrunden. "Mit 39 Jahren noch ein Finale zu erreichen, ist unglaublich", sagte Scaloni: "Wir sollten es genießen und müssen diese Leistung anerkennen."

12:03 Uhr

Makabrer Scherz: Anwalt erklärt Diebstahl der Meisterschale

Der Diebstahl der Meisterschale vom vorjährigen Handball-Champion Füchse Berlin und das Wiederauffinden in einem Keller der Geschäftsstelle waren ein makabrer Scherz. Das erfuhr Füchse-Chef Bob Hanning vom Anwalt des 42-jährigen Angeklagten am vierten Verhandlungstag vor dem Landgericht der Hauptstadt. Dort hatte der Beschuldigte ein umfassendes Geständnis abgelegt. "Es war ein Jux. Er wusste, dass er die Schale nicht verwerten konnte, dass sie nicht verkäuflich sein wird. Deshalb hat er sie versteckt. Er hat sich gedacht, wenn er erwischt wird, dann kann er - weil dort findet sie keiner - immer noch gegen eine Reduzierung der Strafe sagen, wo sie ist", berichtet Hanning auf seinem Instagram-Account.

Bei einer Inventur in einem selten genutzten Keller der Geschäftsstelle war sie gefunden worden. Auf ihr hätte es Fingerabdrücke des Angeklagten gegeben, der zweimal bei den Füchsen eingebrochen war und neben der Trophäe 24.300 Euro gestohlen hatte. Beim zweiten Einbruch war er von einer installierten Mini-Kamera gefilmt und deshalb überführt worden. Insgesamt legt das Gericht dem Beschuldigten 25 Einbruch-Delikte in der Zeit von 2023 bis 2026 zur Last.

11:48 Uhr

Google amüsiert mit Comic-Einblendungen zum WM-Finale

Marc Cucurella als Comic-Katze, fahnenschwenkende Fußbälle mit Körpern: Nein, wir sind nicht betrunken oder unter sonstige Drogen gesetzt. Google verleitet uns, diese Zeilen zu schreiben. Denn die Suchmaschine hat sich etwas Amüsantes zum WM-Finale ausgedacht. Wer verschiedene Suchbegriffe, die mit dem Endspiel zwischen Spanien und Argentinien in Verbindung stehen, eingibt, bekommt witzige Einblendungen zu sehen.

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(Foto: Screenshot google.com)
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(Foto: Screenshot google.com)

Auffällig: Während Cucurella besondere Aufmerksamkeit bekommt, geht Lionel Messi bei Google leer aus.

10:57 Uhr

Ex-Welt- und Europameister bettelt bei Trump um Visum

Weil ihm nach eigenen Angaben die Einreise in die USA verweigert wurde, hat sich der frühere Weltklasse-Fußballer Joan Capdevila an Donald Trump gewandt. "Ich brauche Hilfe Donald Trump", schrieb der frühere spanische Welt- und Europameister an den US-Präsidenten gerichtet auf X. "Mir wurde gerade mitgeteilt, dass ich nicht mit meinen Kindern zum Finale reisen kann, weil mir das ESTA verweigert wurde."

Capdevila, der vor 16 Jahren mit Spanien den WM-Titel feierte, schrieb weiter: "Kann mir dabei jemand helfen? Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich darauf gefreut habe, mit all meinen Teamkollegen aus dem Jahr 2010 und dieser Mannschaft dort zu sein, um sie anzufeuern." Spanien spielt morgen gegen Argentinien um den wichtigsten Titel im Fußball (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker). Der heute 48 Jahre alte Capdevila war früher Außenverteidiger und beim spanischen WM-Triumph in Südafrika Stammspieler. ESTA (Electronic System for Travel Authorization) ist eine elektronische Reisegenehmigung, die für die visumfreie Einreise in die USA für Bürger bestimmter Nationen verpflichtend ist.

10:08 Uhr

Hamann will DFB-Aus für Kimmich und Co.

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Dietmar Hamann fordert in der deutschen Mannschaft nach dem WM-Debakel erneut einen Umbruch, der auch den Kapitän betrifft. "Ich bin der Meinung, dass Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Leroy Sané keine Rolle mehr spielen sollten", sagte der WM-Zweite von 2002 der "Münchner Abendzeitung". Mit Kimmich, betonte Hamann, "waren wir bei den letzten fünf Turnieren nie weiter als bis im Viertelfinale. Da frage ich mich, warum das in zwei Jahren anders sein soll." Als möglichen künftigen Kapitän brachte er den Dortmunder Innenverteidiger Nico Schlotterbeck ins Spiel. "Auch Felix Nmecha wäre eine Option, um ihn herum im zentralen Mittelfeld sollte man das Team der Zukunft bauen", sagte er.

Generell werde Deutschland schlechter gemacht, als es sei, besonders die erste Elf sei durchaus konkurrenzfähig. "Nur: Wenn du einen Trainer hast, der wenig Interesse hat und sich nur wenige Spiele anschaut, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn am Ende so ein Ergebnis dabei herauskommt", sagte Hamann über den inzwischen zurückgetretenen Julian Nagelsmann.

09:18 Uhr

Jens Lehmann brachte ihn zum Weinen, jetzt steht er im zweiten WM-Finale

Als Jens Lehmann beim Sommermärchen 2006 mit dem legendären Spickzettel zum deutschen Elfmeterhelden gegen Argentinien wurde, brach das Herz des kleinen Emiliano Martínez. "Ich erinnere mich ganz genau. Als Lehmann den zweiten Elfmeter gehalten hat, habe ich zu Hause geweint", sagte "Dibu" über das dramatische WM-Viertelfinale von 2006. Spätestens in diesem traurigen Moment sei sein Entschluss gereift, eines Tages selbst auf der größten Bühne zu spielen. Im Tor. Für Argentinien.

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Jens Lehmann hielt im WM-Viertelfinale von 2006 zwei Elfmeter.

Um seinen Traum zu verwirklichen, wechselte Martínez als Teenager nach England. Nach Jahren als Ersatztorhüter und mehreren Leihstationen debütierte er 2021 schließlich für die Nationalmannschaft. Morgen (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) bestreitet er sein bereits zweites WM-Finale. Nach dem Triumph 2022 gegen Frankreich wartet im Endspiel diesmal Spanien.

08:33 Uhr

Halbzeitshow? WM-Finalist findet es "seltsam"

Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente kann der Aufregung um die Halbzeitshow beim WM-Finale nichts abgewinnen. "Ich glaube, dass all das, was wir heute noch als seltsam oder ungewöhnlich empfinden - also Trinkpausen, die 30-minütige Halbzeitpause - vielleicht in 30 Jahren zur Normalität gehören wird", sagte er vor dem Finale gegen Argentinien.

In der Halbzeit werden Madonna, Shakira, Justin Bieber und BTS auftreten. Statt der üblichen 15 Minuten wird das Spiel voraussichtlich fast doppelt so lang unterbrochen. Die Pläne des Weltverbandes FIFA sorgten für große Kritik, de la Fuente nahm sie dagegen schlicht zur Kenntnis. Seine Mannschaft sei darauf eingestellt. "Vielleicht entwickelt sich der Fußball in diese Richtung. Wir wissen es nicht", sagte der Europameistertrainer: "Es ist, wie es ist. Wir können das nicht ändern, also müssen wir es einfach genießen."

07:42 Uhr

Rooney: "Wenn Pep verfügbar ist ..."

Thomas Tuchel will Nationaltrainer Englands bleiben - und auch der frühere englische Kapitän Wayne Rooney plädiert dafür. Mit einer Ausnahme: Ich sehe momentan niemanden sonst auf dem Markt, außer vielleicht Pep Guardiola. Wenn Pep verfügbar ist, dann könnte man ihn ja holen", sagte Rooney in der "Wayne Rooney Show" der BBC. "Wenn wir ihn entlassen, welchen Trainer sollen wir dann holen? Und ich glaube nicht, dass es da draußen jemanden gibt, der so gut ist wie Thomas Tuchel, außer vielleicht Guardiola." Der Katalane ist derzeit ohne Job, nachdem er seine Zeit bei Manchester City nach zehn Jahren beendet hatte.

Tuchel hatte nach dem Halbfinal-Aus bei der Fußball-WM gegen Argentinien viel Kritik einstecken müssen. Auch Rufe nach seinem Rücktritt wurden laut. Der deutsche Coach beabsichtige aber, die Three Lions zur Heim-EM 2028 zu führen, sagte er. Rooney verteidigte Tuchel: "Ich denke, er ist ein erstklassiger Manager, und was Top-Manager auszeichnet, ist, dass sie aus ihren Fehlern lernen, sich verbessern und immer besser werden."

06:55 Uhr

"Fußball-Experte" Trump beklagt Tuchels Taktik und lobt "großartigen" Kane

Auch bei US-Präsident Donald Trump hat die Defensivtaktik von Thomas Tuchel beim dramatischen Aus der Engländer im WM-Halbfinale gegen Argentinien für Verwunderung gesorgt. Dass selbst sein Kumpel Harry Kane plötzlich defensiv spielen musste, sei "vielleicht ein Fehler" gewesen, sagte Trump bei einer Pressekonferenz: "Sie führten, und dann haben sie ihren besten Spieler in die Abwehr gestellt, ein klein bisschen offensiv müssen wir schon sein, oder? Aber was weiß ich schon vom Coaching."

Aus Trumps Sicht könnte Kane im Spiel um Platz drei helfen. Der Bayern-Star sei bei dieser WM "fantastisch" gewesen, lobte der US-Präsident: "Wir haben einmal Golf miteinander gespielt, er ist ein großartiger Typ." Kane hatte bereits in der vergangenen Woche über die Begegnung mit Trump vor rund 18 Monaten gesprochen. Damals habe ihn der Politiker zum Golfen in Palm Beach eingeladen. "Es war eine ziemlich surreale Erfahrung", sagte Kane: "Er spielt, ehrlich gesagt, ziemlich gut. Ich hoffe, ich kann noch so gut spielen wie er, wenn ich in seinem Alter bin."

06:29 Uhr

"Tut jeden Tag weh": Final-Torwart leidet an gebrochenem Finger

Argentiniens Nationaltorwart Emiliano Martínez kämpft auch kurz vor dem Finale der Fußball-WM noch mit den Folgen einer Verletzung an der rechten Hand. "Meine Hand tut immer noch jeden Tag weh", sagte der 33-Jährige vor der morgigen Partie gegen Europameister Spanien(21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker). Martínez hatte sich am 20. Mai vor dem Europa-League-Finale in Istanbul beim Aufwärmen verletzt. Er brach sich den Ringfinger an der rechten Hand. Dennoch gewann er mit dem englischen Klub Aston Villa anschließend 3:0 gegen den Bundesligisten SC Freiburg. Jeder Spezialist, mit dem er gesprochen hat, habe ihm gesagt, dass eine Operation nötig sei. Er habe sich aber dazu entschieden, sie hinauszuzögern, berichtete Martínez.

Es habe ihn geplagt, weil er es liebe, zu trainieren, erklärte der Routinier weiter. Seit dem WM-Achtelfinale könne er wieder normal trainieren und fühle sich viel besser. Martínez war bereits 2022 Stammkeeper der Argentinier, als sie in Katar zum dritten Mal Weltmeister wurden. Nun wollen sie Titel Nummer vier.

05:58 Uhr

"Verrückt": Was Messi über das Foto mit Baby Yamal denkt

Argentiniens Superstar Lionel Messi kann die Geschichte des gemeinsamen Fotos mit Spaniens Youngster Lamine Yamal vor knapp 19 Jahren selbst kaum glauben. "Es ist verrückt", sagte der 39-Jährige vor dem Endspiel der Fußball-WM am Sonntag (21 Uhr/ZDF, MagentaTV und im ntv.de-Liveticker) in East Rutherford. "Damals habe ich ein Foto mit ihm gemacht, als er noch ein Baby war, und jetzt treffen wir in einem WM-Finale aufeinander."

Die mittlerweile legendären Bilder eines Fotoshootings aus dem Jahr 2007 sind in den Medien derzeit omnipräsent. Sie zeigen den damals 20-jährigen Messi, wie er den erst ein paar Monate alten Yamal in einer Plastikwanne badet. Die Fotos wurden für einen Wohltätigkeitskalender gemacht, auch das Kinderhilfswerk Unicef war beteiligt. Mehrere Profis des FC Barcelona posierten mit Kindern. Dass Yamal und Messi zusammen abgelichtet wurden, war Zufall. Yamal gehöre schon jetzt "zu den besten Spielern der Welt", sagte Messi bei dem Medientermin in New York. Er wünsche dem 19 Jahre alten Spanier nur das Beste.

05:12 Uhr

"Großartiger" Infantino: Trump legt im Fall Balogun nach

US-Präsident Donald Trump hat sich bei Gianni Infantino für die umstrittene Entscheidung zur aufgehobenen Rotsperre des amerikanischen Nationalspielers Folarin Balogun bedankt und sie dem FIFA-Chef persönlich zugeschrieben. Er habe den Präsidenten des Fußball-Weltverbands angerufen und eine Empfehlung ausgesprochen, sagte Trump bei einem FIFA-Empfang in New York - und wandte sich dann direkt an Infantino, der neben ihm stand: "Du hast eine großartige, großartige, großartige Entscheidung getroffen."

Nach Darstellung des Weltverbands traf die formal unabhängige Disziplinarkommission diese Entscheidung. Trumps Worte klangen aber nach einer persönlichen Intervention Infantinos. Das US-Team unterlag den Belgiern letztlich trotz Baloguns Einsatz mit 1:4. "Sie haben das Spiel gewonnen und unser Team hatte alle Spieler", sagte Trump im Trump Tower und schob dann an Infantino gerichtet nach: "Ich weiß, dass du niemals dafür die Anerkennung bekommst." Infantino habe eine seiner vielen guten Entscheidungen getroffen.