Was für ein CL-Abend

Jamal Musiala verzückt den überglücklichen FC Bayern

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11.09.2026 | 06:48 Uhr
Die schönste Geschichte beim 5:0 des FC Bayern gegen Bodö/Glimt schreibt ein Rückkehrer. Jamal Musiala schießt das erste Tor - und gibt danach einen Einblick in sein Innenleben.

Es war zweifelsohne berechtigt, dass der französische Superstar Michael Olise am Ende dastand und nach seinem Doppelpack den kleinen silbernen Pokal in den Händen hielt, der dem "Spieler des Spiels" verliehen wird. Verdient gehabt hätte diese Auszeichnung freilich auch Jamal Musiala. Beim am Ende überzeugenden 5:0 (0:0) des FC Bayern gegen den FK Bodö/Glimt erzielte er das wichtigste Tor des Abends: Sein 1:0 nur 76 Sekunden nach der Pause war nach zäher erster Halbzeit eine Erlösung gegen bis dahin sehr widerspenstige Norweger.

Dass der 23 Jahre alte Nationalspieler bei seinem Startelf-Comeback das Schützenfest einleitete, "das sind so Geschichten, die der Fußball schreibt", kommentierte Sportvorstand Max Eberl. "Richtig glücklich" war Musiala, als er nach diesem "super Moment" bei DAZN einen Einblick in seine Gefühlswelt gab. "Ich bin sehr glücklich für mich selbst", sagte er. Und Musiala sprach öffentlich ein großes Dankeschön aus: "Ich habe vom Trainerteam, von der Mannschaft, von Bayern viel Support bekommen."

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Vertragspoker um Kane: Bayerns Superstürmer ist zufrieden, aber ...

Nach seiner Einwechslung auf Schalke am vergangenen Wochenende war es ein ganz besonderer Schritt nach seinen Zusammenbrüchen in zwei Testspielen in der Saisonvorbereitung, die für die Öffentlichkeit Schreckmomente waren. Er dürfte die Rückkehr zu einer professionellen Normalität beschleunigen. 

Zurück zu "einem leichten Gefühl auf dem Platz"

"Ich will einfach meine Leistung wieder bringen", sagte Musiala, der eineinhalb schwere Jahre hinter sich hat. Bei der Klub-WM 2025 hatte er sich einen Beinbruch inklusive schwerer Sprunggelenksverletzung zugezogen. Dazu kam die Erkrankung an einer neurologischen Dysfunktion, die zu kurzzeitigen Ausfällen führen kann. "Dieses Thema ist nichts Neues für mich", sagte er. "Schritt für Schritt" will er nun wieder "mit einem leichten Gefühl auf dem Platz" agieren und mit Freude und Spaß zurück auf sein Leistungslevel kommen. "Das Gefühl, das ich heute gehabt habe, habe ich eine Weile nicht gehabt", sagte der Offensiv-Zauberer nach seinem 65-Minuten-Einsatz.

Vincent Kompany hatte Musiala überraschend von Anfang an aufgeboten. "Als er wusste, dass er startet, hat man sofort gesehen, dass er glücklich ist", sagte der Trainer nach dem Spiel. Die innige Umarmung von Kompany und Musiala bei dessen Auswechslung sagte viel aus über ihr Verhältnis. Für Kompany ist nun wieder die Phase erreicht, "ab wann es wieder nur um Leistung geht".

Eberl: Es passt sehr gut im Moment

"Es kommt wieder Normalität rein", betonte auch Eberl. "Und das ist das Schönste für ihn: Jamal sagt immer, auf dem Platz fühlt er sich am wohlsten." Gegen Bodö/Glimt gelang Musiala nicht alles. Aber in einigen Szenen deutete er an, was er dem FC Bayern und dem Team geben kann. Die Medikation ist wieder angepasst, berichtete Eberl. "Die Situationen sind gegen null im Moment", sagte er zu möglichen weiteren Ausfällen im Spiel: "Er ist so eingestellt, dass es im Moment sehr gut passt." Und das soll im Idealfall auch so bleiben.

Die Freude von Musiala, der in der 65. Minute vom Platz durfte, wurde erwartungsgemäß geteilt, unter anderem von Harry Kane. "Er hatte eine harte Zeit zu Beginn der Saison. Es ist schön, ein Lächeln in seinem Gesicht zu sehen. Er kann sehr stolz auf sich sein", sagte der Engländer bei DAZN über den Startelf-Rückkehrer, der zum ersten Mal seit dem Pokalfinale am 23. Mai ein Pflichtspiel für die Münchner von Beginn an bestritt. 

Zugleich betonte der Kane, der den Treffer zum 2:0 (61.) folgen ließ, die Bedeutung der Führung durch Musiala: "Das frühe Tor hat das Spiel eröffnet, das hat uns geholfen." Danach ging es leichter, begünstigt auch durch den Wechsel im Tor der Norweger: Der starke Nikita Haikin musste in der Pause verletzt ausgewechselt werden, sein Stellvertreter Julian Faye Lund konnte auch gegen die traumhaften Weitschüsse von Alphonso Davies (77.) und eben Olise (83., 90.+2) nichts ausrichten.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa/sid