Elversbergs Trainer Vincent Wagner bekommt nach seiner Sperre prominente Unterstützung aus der Fußball-Bundesliga. Borussia Dortmunds Chefcoach Niko Kovac hält die Gelb-Rote Karte gegen seinen Kollegen bei Elversbergs 4:3-Sieg bei Borussia Mönchengladbach für ungerechtfertigt.
Nach einer Einwurf-Fehlentscheidung, die Schiedsrichter Martin Petersen später einräumte, hatte Wagner in Mönchengladbach das Spielfeld betreten und dafür Gelb gesehen. "Wenn das nicht mehr erlaubt ist, haben wir ein Problem. Ich denke, das ist alles sehr überzogen", sagte Kovac speziell zu dieser Szene und fragte: "Wo nimmt das ein Ende?"
In der Halbzeitpause hatte Wagner dann erneut die Nähe zum Unparteiischen gesucht, ging seelenruhig und ohne sichtbare Wut auf Petersen zu, der ihm dafür die zweite Gelbe Karte zeigte. "In dem Fall haben viele gesehen, dass es nicht so aggressiv war", befand Kovac.
Matthäus findet es komplett "lächerlich"
Der Bundesliga-Aufsteiger Elversberg hat gegen die Sperre erneut Einspruch eingelegt. Der Trainer droht das Duell des Aufsteigers mit dem deutschen Rekordmeister FC Bayern München am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) zu verpassen - zumindest an der Seitenlinie.
Vor Kovac hatte schon Rekordnationalspieler Lohthar Matthäus in seiner Sky-Kolumne die Gelb-Rote-Karte scharf kritisiert. Dass Wagner gegen die Bayern fehlt, sei "an Lächerlichkeit kaum zu überbieten", wetterte er: "Es ist Alltag, dass man mit dem Schiedsrichter auch mal über eine Entscheidung spricht und dass man nun am jungen Elversberg-Trainer ein Exempel statuiert, finde ich mehr als lächerlich. Ich finde, das kommt fast schon an die Lächerlichkeit mit der zurückgenommenen Roten Karte für Balogun bei der WM heran."

