Fußball
Freitag, 01. Januar 2021

"Respekt und Solidarität" ManUnited-Star wird für Gruß hart bestraft

Edinson Cavani wird in den kommenden Wochen nicht für Manchester United jubeln dürfen.

(Foto: imago images/PA Images)

Edinson Cavani wird für einen "liebevollen Gruß" hart bestraft: Der Stürmer von Premier-League-Klub Manchester United hatte schlicht und ohne böse Absicht die falschen Worte gewählt. Sagt er und sein Klub glaubt ihm. Um eine Sperre und eine hohe Geldstrafe kommt er dennoch nicht herum.

Torjäger Edinson Cavani von Manchester United ist wegen eines Social-Media-Beitrags vom englischen Fußballverband hart bestraft worden. Der 33-Jährige wurde für drei Pflichtspiele gesperrt und muss eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Pfund (ca. 110.000 Euro) bezahlen. Die FA wertete einen Instagram-Gruß des Uruguayers an einen Freund als "beleidigend, missbräuchlich und unangemessen". Zudem habe Cavani in dem Beitrag vom November auf die Hautfarbe oder ethnische Herkunft Bezug genommen und damit gegen FA-Regeln verstoßen. Cavani fehlt den Red Devils in den kommenden Spielen in der Premier League gegen Aston Villa, im Liga-Pokal gegen Manchester City und im FA-Cup gegen den FC Watford.

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Cavani hatte seinen Instagram-Post nach kurzer Zeit gelöscht und sich bereits dafür entschuldigt, dass er darin einen spanischen Begriff für Schwarze ("negrito") verwendet hatte. Der Stürmer betonte, dies sei als liebevoller Gruß gedacht gewesen, und er sei gegen jeden Rassismus. Das Wort "negrito" hat in Südamerika eine andere Bedeutung als in Großbritannien. Sein Klub Manchester United stellte sich auch deshalb demonstrativ hinter Cavani.

"Edinson Cavani war sich nicht bewusst, dass seine Worte falsch ausgelegt werden können, und hat sich aufrichtig dafür entschuldigt", teilte der englische Rekordmeister mit. "Trotz seines ehrlichen Glaubens, dass er nur eine nette Dankesbotschaft auf die Gratulation eines engen Freundes sendet, hat er sich entschieden, die Anklage nicht anzufechten, aus Respekt für und Solidarität mit der FA und ihrem Kampf gegen Rassismus im Fußball."

Quelle: ntv.de , ter/dpa

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