Knallhart-Kritik an DFB
Kahn: "Trainerwechsel bringt keine Erlösung"

05.10.2026 | 10:54 UhrDie ehemaligen Nationalspieler Oliver Kahn und Michael Ballack blicken auf die letzten zehn Jahre der deutschen Nationalmannschaft zurück und erkennen ein systematisches Problem. Der Austausch des Trainers ist erst der Anfang einer langfristigen Entwicklung.
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Wir haben es nicht geschafft, im deutschen Fußball ein System zu etablieren, ein System aufzubauen, vergleichbar wie wir es in Spanien sehen, auf das man sich auf das man setzen kann, wo sich immer wieder etwas entwickelt. Was wir tun, ist wir gehen dann, wir gehen zum Trainer. Es ist immer das schwächste Glied in der Kette und tauschen den Trainer aus und glauben dann, wir haben jetzt irgendetwas verändert. Im Grunde haben wir gar nichts verändert. Wir haben Julian. Julian Nagelsmann jetzt weggeschickt. Dafür haben wir Jürgen Klopp geholt. Wieder völlig neue Ideen. Wieder ein bisschen ein anderer Spielstil. Wir haben Hansi Flick geholt. Dann haben wir ihn auch wieder weggeschickt. Was wir aber nicht machen, ist, uns mal wirklich intensiv damit auseinanderzusetzen, dass nicht die Trainerwechsel irgendwie Erlösung hier für uns bringen, sondern dass wir nur vorwärts kommen, wenn wir ehrlich uns anschauen, Was ist in diesen zehn Jahren passiert im deutschen Fußball, dass wir keine Rolle mehr spielen? Aus meiner Sicht hat das sehr viel nicht. Es gibt keine Talente mehr und wir haben nicht richtig ausgebildet. Im Gegenteil, was wir gemacht haben, ist wir haben über ausgebildet. Wir haben über optimiert die Spieler und dabei aber vollkommen vergessen, dass du jungen Menschen nicht alles abnehmen darfst. Wir haben aber ganz wenig Führungsspieler, die sich vielleicht Ich weiß es nicht, das müssen die Spieler sagen in der Kabine auch vielleicht untereinander die Meinung sagen. Also Selbstreinigung aus der. Aus dem Prozess, der aus der Mannschaft kommen muss. Wir haben viel über den Trainer. Oli hat das für uns gesagt. Wir reden immer viel über den Trainer. Natürlich kann der Trainer viel bewirken, vor allen Dingen negativ im Positiven. Die letzten Prozente müssen auch aus der Mannschaft rauskommen. Entscheidungen auf dem Platz, selbst, Entscheidungen. Diesen Freiraum müssen die Spieler wieder bekommen, auch im Jugendalter. Wir haben vor uns über Ausbildung gesprochen. Das sind Sachen, das sind Charaktere, die ich mir wünsche für eine Mannschaft, die genauso wichtig sind wie die Wirths und Musalas. Und die, die wir sicherlich auch haben. Aber wir brauchen die, die genauso gut den Jungs den Rücken frei.





























