Die US-Bundespolizei FBI hat eigenen Angaben zufolge einen Anschlag auf den Käfigkampf der Ultimate Fighting Championship (UFC) vor dem Weißen Haus am Wochenende vereitelt. Ein anonymer Beamter sagte das zuerst Fox News, FBI-Direktor Kash Patel bestätigte die Angaben kurz darauf auf X. Ein weiterer "hochrangiger Beamter" bestätigte bei NBC News, dass die Situation "ziemlich ernst" gewesen sei.
Den Angaben des namentlich nicht genannten FBI-Beamten bei Fox News zufolge wurde der Anschlag von einer Gruppe von 23 Personen geplant. Sie wollten wohl zunächst Gebäude in der Nähe des Regierungssitzes des Präsidenten mit Sprengstoffdrohnen angreifen. Wäre daraufhin die Kampfsportveranstaltung, die sich US-Präsident Donald Trump zum 80. Geburtstag geschenkt hatte, evakuiert worden, hätten Scharfschützen das Feuer auf die Flüchtenden eröffnet, hieß es. Und damit noch nicht genug: Der Beamte erklärte weiter, dass eine "zweite Welle" geplant gewesen sei, in der weitere Täter versuchen wollten, das Weiße Haus zu stürmen.
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Laut Patel wurde das FBI erstmals am 10. Juni, also nur vier Tage vor der Veranstaltung, auf die Bedrohung aufmerksam. "Während das Ergebnis das Beste an Ermittlungsarbeit darstellte, war es für dieses Strafverfolgungsteam auch nichts Außergewöhnliches", schrieb der FBI-Chef auf X. "Wir sind darauf ausgelegt, Bedrohungen zu erkennen, darauf zu reagieren und jene zur Rechenschaft zu ziehen, die das Leben amerikanischer Bürger gefährden, insbesondere während großer Veranstaltungen wie dem historischen UFC-Freedom-250-Kampf. Genau das haben wir hier getan." Patel sagte weiter, der "geplante Angriffe wurde im Keim erstickt".
Der erste Verdächtige sei binnen kürzester Zeit in Cincinnati im US-Staat Ohio festgenommen worden, führte der Beamte aus. Über die Nachrichtenapp Signal tauschte er sich mit mindestens 22 weiteren Personen zu dem Anschlagsplan aus. Am "12. oder 13. Juni" wollte die Gruppe den Anschlag wohl in Fredericksburg in Virginia gemeinsam vorbereiten. Doch die insgesamt zwölf Außenstellen der Bundesbehörde griffen zu und nahmen die Beteiligten fest.
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Ein Verdächtiger habe in seiner Vernehmung gesagt, das Ziel seien "kapitalistische Eliten", "Milliardäre" und Politiker gewesen, die Spenden vom "American Israel Public Affairs Committee" erhalten hätten, sagte der Ermittler bei Fox News. Dabei handelt es sich um eine proisraelische Lobbygruppe, die aus etwa 100.000 Mitgliedern besteht. Das macht sie zu einer der größten Lobbyvereinigungen der USA.
Zwischen 3000 und 4000 Besucher zählte das Event, bei dem 14 Kampfsportler in der speziell dafür errichteten Arena vor dem Weißen Haus auftraten. Zu Gast waren neben Trump, seinem Vize JD Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth auch Außenminister Marco Rubio, Meta-Chef Mark Zuckerberg, der umstrittene Podcaster Joe Rogan, Filmproduzent David Ellison sowie Ozzy Osbournes Sohn Jack Osbourne.



