"Fähigkeiten würdigen"

Von WM ausgesperrter Referee leitet UEFA-Supercup

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Artan wäre der erste somalische WM-Schiedsrichter gewesen. (Archivbild)
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11.06.2026 | 16:35 Uhr
Dem Schiedsrichter Omar Artan verweigern die US-Grenzbeamten die Einreise ins Land. Statt WM-Spiele zu leiten, werden ihm Verbindungen zu Terrorgruppen vorgeworfen. Nun darf der Somalier bei einer anderen hochklassigen Partie mitwirken.

Der von den USA abgewiesene WM-Schiedsrichter Omar Artan darf das Duell zwischen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Europa-League-Gewinner Aston Villa um den europäischen Supercup leiten. Wie die Europäische Fußball-Union mitteilte, habe sich die UEFA im Zuge der Zusammenarbeit mit dem afrikanischen Verband CAF darauf verständigt, den Referee aus Somalia für das Duell am 12. August in Salzburg zu nominieren.

Artan, Afrikas Schiedsrichter des Jahres 2025, war vom Weltverband FIFA für die WM nominiert, am Flughafen von Miami aber von US-Behörden abgewiesen worden. Im Gespräch mit der "New York Times" betonte der Somalier, "die richtigen Unterlagen und alles" gehabt zu haben.

Nach eigenen Angaben wurde er über elf Stunden von den US-Behörden festgehalten. Ein Vertreter des US-Außenministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit, Artan stehe "mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung", weshalb er "für die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht zugelassen" sei.

Der afrikanische Fußballverband hatte ihn als einen von sieben afrikanischen Unparteiischen für die diesjährige Weltmeisterschaft ausgewählt. Der 34-jährige Artan wäre der erste Schiedsrichter aus Somalia gewesen, der eine Partie bei einer Weltmeisterschaft geleitet hätte.

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"Omar Artan ist ein hervorragender, junger, aber bereits erfahrener Schiedsrichter, der sich auf höchster Wettbewerbsebene beim afrikanischen Verband bewährt hat", lobte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin: "Fußball verbindet Menschen, und die UEFA möchte Omar sowie seine herausragenden schiedsrichterlichen Fähigkeiten, die ihm diese prestigeträchtige Nominierung eingebracht haben, würdigen."

Verwendete Quellen: ntv.de, lme/sid/dpa