Fußball-Profi Leonardo Bittencourt kehrt nach 14 Jahren in seine alte Heimat zurück. In der kommenden Saison wird der 32-Jährige wieder für Energie Cottbus spielen - dem Zweitliga-Aufsteiger ist damit eine spektakuläre Rückholaktion gelungen. Wie der Brandenburger Klub mitteilte, hat Bittencourt einen langfristigen Vertrag unterschrieben und soll dem Verein darüber hinaus auch nach seiner Karriere als Profi erhalten bleiben.
Bittencourt war zum Saisonende nach sieben Jahren an der Weser beim Bundesligisten Werder Bremen verabschiedet worden. Sein Wechsel ging ablösefrei über die Bühne.
"Ich habe ihn damals im Training gesehen und war fasziniert von dieser Unbekümmertheit und seiner einzigartigen Art, mit dem Ball umzugehen. Das ist Fußball, wie ich ihn liebe", sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz über den Mittelfeldspieler, der 2011 unter Wollitz bei Cottbus sein Profi-Debüt gab. "Dass mit unserem Aufstieg jetzt eine Rückkehr realisiert werden konnte, das ist für den Klub, für ihn und auch für uns eine wunderbare Geschichte im Fußball", sagte Wollitz.
Der ehemalige U21-Nationalspieler, dessen Vater Franklin von 1998 bis 2003 Energie-Profi gewesen war, hatte zuvor bei den Lausitzern die Nachwuchsabteilung durchlaufen. 2012 folgte dann der Wechsel zu Borussia Dortmund mit dem damaligen Trainer Jürgen Klopp. Anschließend lief er auch für Hannover 96, den 1. FC Köln und die TSG Hoffenheim auf. Ab 2019 hielt Bittencourt Bremen für Jahre die Treue. Insgesamt 189 Mal lief er für Werder auf und erzielte dabei 20 Tore.
"Mit Leonardo Bittencourt bekommt unser Team einen bodenständigen Jungen mit Cottbuser Identität, extrem viel Erfahrung aus der Bundesliga und Führungsqualität", sagte Cottbus' Kaderplaner Maniyel Nergiz. "In einer verantwortungsvollen Funktion" gehe es für Bittencourt auch im Anschluss an seine sportliche Laufbahn in Cottbus weiter.



